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Freital

Countdown für Freitals Stadtjubiläum

Im Hintergrund arbeiten bereits Dutzende Akteure an den Vorbereitungen. Das ist der Stand.

Die Plakataktion vorm Busbahnhof Deuben: 20 Kinder des Kinderhauses Samenkorn haben an der farbigen Gestaltung des FreitalerPostkarten-Motivs mitgewirkt. Alissa (l.), Aaron und Josefine sind drei von ihnen, hier mit Bürgermeister Peter Pfitzenreiter.
Die Plakataktion vorm Busbahnhof Deuben: 20 Kinder des Kinderhauses Samenkorn haben an der farbigen Gestaltung des FreitalerPostkarten-Motivs mitgewirkt. Alissa (l.), Aaron und Josefine sind drei von ihnen, hier mit Bürgermeister Peter Pfitzenreiter. © Karl-Ludwig Oberthuer

Ein Abend in der Lessingschule, draußen wird es allmählich dunkel. Drinnen aber haben sich gut 70 Freitaler versammelt. Sie alle eint ein Ziel: Wenn Freital 2021 den 100. Jahrestag der Stadtgründung begeht, soll es ein komplettes Festjahr geben. Es beginnt schon im Januar mit dem Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters und endet im Dezember mit dem Schlossadvent. Dazwischen liegen Feste, Konzerte, Theater, Lesungen, Wanderungen – sie alle unter dem Label „100 Jahre Freital“. Doch wer bereitet das alles vor? Und wann soll es damit losgehen?

Das Ziel: 100 Veranstaltungen soll es im Geburtstagsjahr geben

Leben und Genuss

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Seitens der Stadtverwaltung hieß es immer, das Festjahr wolle man den Freitalern nicht überhelfen. Vielmehr sollen die Einwohner die vielen Veranstaltungen und Initiativen im Jahr 2021 selbst gestalten. Trotzdem laufen bisher alle Fäden im Deubener Rathaus zusammen. Hier sitzt der Erste Bürgermeister Peter Pfitzenreiter (CDU). Gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe aus Stadträten hat er schon vor Monaten mit den Vorbereitungen begonnen. Es geht darum, erst einmal den Rahmen abzustecken. Steht die grobe Planung, wird sich Bürgermeister Pfitzenreiter mehr und mehr ausklinken. Ziel ist es, dass die Vereine, Firmen, Initiativen und Privatpersonen zunehmend eigenverantwortlich die verschiedenen Veranstaltungen vorbereiten. Gut 160 Vorschläge gibt es. Neben Veranstaltungen geht es auch um die Neuveröffentlichung von Büchern, um Souvenirs, Gedenkmünzen oder Wanderführer. „Wenn wir 100 dieser Ideen umsetzen können, wäre das eine schöne Sache. Ich denke auch, das ist durchaus zu schaffen“, sagt Pfitzenreiter.

Die Vorschläge: Arbeitsgruppen behalten den Überblick

Es gibt vier große Themenfelder, in die alle Vorschläge eingeordnet wurden: Stadtbildgestaltung, Historie, Aktionen und Veranstaltungen. Grundlagen gibt es bei etlichen Ideen bereits. So sollen beispielsweise historische Bildbände über Freital neu aufgelegt werden. Auf der Liste stehen auch etliche sportliche Wettkämpfe, die es ohnehin gibt oder die es schon mal in ähnlicher Form gab. Wieder einrichten oder neu ausschildern könnte man auch die Steinkohlelehrpfade. Groß ist die Vorschlagsfreude im Bereich nächtliche Aktionen: Museumsnacht, Nacht der Kirchen, Kneipennacht, Nacht der Industrie, Kinonacht – Freital will 2021 gerne nachtaktiv sein.

Der Unterstützer: Ein Manager soll Geld auftreiben

Viele Akteure werden sich jetzt schon fragen, worauf sie sich da eingelassen haben. Veranstaltungen vorbereiten, Bücher drucken, ein Denkmal sanieren – wer macht so etwas schon alle Tage? Da bedarf es professioneller Unterstützung und die soll von Thoralf Gorek kommen. Gorek ist PR-Profi und hat zuletzt die 800-Jahr-Feier von Radeberg auf die Beine gestellt. Nun wechselt er von der Röder an die Weißeritz. Er soll die verschiedenen Vorbereitungen unterstützen, Fördermittel beschaffen, für die Vermarktung sorgen und natürlich alle Aktivitäten koordinieren. Nächste Woche hat er seinen ersten Arbeitstag in Freital.

Der Plan: Zum Jahresende kommt eine erste Übersicht

Der Veranstaltungsplan für 2021 enthält derzeit nur eine feste Größe: den Tag der Sachsen vom 10. bis 12. September. Gebongt ist zudem eine Veranstaltung mit dem Dresdner Schauspieler und Kabarettisten Uwe Steimle – sie steht bereits als „organisiert“ im Plan. Ziel ist es als Nächstes, bis zum Jahresende eine erste Übersicht über all die Aktivitäten anzulegen, für die es tatsächlich Organisatoren gibt und die auch stattfinden sollen. Anfang 2020 wird es zudem eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Tag der Sachsen geben. Auch werden in einem nächsten Schritt die Medienstandorte für das Großereignis ausgeschrieben. Zudem möchte die Stadt einen weiteren Manager einstellen, der sich speziell auf die Vorbereitungen von Sachsens größtem Volksfest konzentriert.

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