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Radeberg

Countdown im Stadtbad

In wenigen Tagen öffnet Radebergs wichtigstes Sommer-Ausflugsziel. Besucher dürften sich über die Preise freuen.

Unter Hochdruck: Schwimmmeister Gerd Lippmann vom Stadtbadverein spritzt das Planschbecken sauber. In den nächsten Tagen wird es mit Wasser gefüllt. Das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken sind bereits voll. Drei Tage hat es gedauert, bis die notwendi
Unter Hochdruck: Schwimmmeister Gerd Lippmann vom Stadtbadverein spritzt das Planschbecken sauber. In den nächsten Tagen wird es mit Wasser gefüllt. Das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken sind bereits voll. Drei Tage hat es gedauert, bis die notwendi © René Plaul

Radeberg. Fegen, kärchern, Rasen mähen: Im Stadtbad Radeberg herrscht derzeit Hochbetrieb der anderen Art. „Wir haben jede Menge zu tun. Schließlich soll schon in einer Woche das Bad startklar sein“, sagt Schwimmmeister Gerd Lippmann. Momentan ist das Planschbecken dran. Mit einem kräftigen Wasserstrahl rückt der Mitarbeiter dem Schmutz der vergangenen Monate zu Leibe. Anschließend wird das Becken wieder voll Wasser gelassen. Am Beckenrand wurden inzwischen neue Überlaufgitter verlegt. „Die hat die Stadt angeschafft. Die alten Gitter waren über die Jahre etwas vergilbt.“

Das große kombinierte Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken ist inzwischen randvoll mit frischem Nass. „Vor vier Wochen haben wir das alte Wasser abgelassen.“ Dann beseitigte Gerd Lippmann erst mal den gröbsten Dreck. „Über den Winter fällt jede Menge Laub auf das Wasser. Es saugt sich voll und sinkt dann auf den Grund. Die Becken werden ja in der kalten Jahreszeit nicht abgelassen. Leere Bassins würden durch das Grundwasser nach oben gedrückt“, sagt der Schwimmmeister. Zehn Schubkarren voller Schlamm haben er und seine Mitarbeiter herausgeholt.

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Putzroboter schrubbt Wände blitzblank

Derzeit hat das Wasser noch einen leichten Grünschimmer. „In den nächsten Tagen wird es zur Sicherheit noch leicht mit Chlorgas behandelt. Das ist wichtig, damit sich keine Keime in dem Wasser bilden können. Das macht dann eine Spezialfirma.“ Außerdem wird in den nächsten Tagen noch der Putzroboter in die Becken gelassen. Er schrubbt die Wände blitzblank.

So verlockend sich die Sonne im Wasser spiegelt, zum Baden ist es noch zu früh. „Mit einer Temperatur von sieben bis acht Grad kommt das Wasser aus der Leitung und bei dem Wetter erwärmt es sich kaum. Zehn Grad haben wir jetzt gerade mal im Becken.“ Selbst wenn sich das bis zur Eröffnung nicht ändert, Gerd Lippmann wird in den nächsten Tagen ein paar Züge schwimmen. „Bisher war ich jede Saison der Erste im Wasser. Und wenn ich am 15. Mai noch kurz vor Einlass untertauche. Das lasse ich mir nicht nehmen.“

Bis dahin stehen zum warm werden auch noch einige schweißtreibende Arbeiten an. Ein Großteil der Wege muss noch gereinigt werden. Auch die Kabinen bringen die Mitarbeiter noch auf Vordermann. Apropos Kabinen: Wer für die kommende Saison auf eine freie Dauerkabine spekuliert hat, den muss Gerd Lippmann enttäuschen. „Die sind alle von den bisherigen Mietern noch belegt. Sie sind so begehrt, dass sich teilweise mehrere Schwimmer eine teilen. Das ist ja auch sehr bequem, Handtücher und Badebekleidung können sie einfach im Bad lassen.“

Auch vor dem Stadtbad wird eifrig gewerkelt. Mitarbeiter Bernd Hesse schneidet das Gras des Hanges zur Röder kurz. 
Auch vor dem Stadtbad wird eifrig gewerkelt. Mitarbeiter Bernd Hesse schneidet das Gras des Hanges zur Röder kurz.  © René Plaul

Das Stadtbad in Radeberg wird auch in der kommenden Saison zu den günstigsten in der gesamten Umgebung gehören. „Die Eintrittspreise bleiben unverändert. Für Erwachsene kostet die Tageskarte zwei Euro, für Kinder, Schüler, Studenten und Senioren 1,50 Euro. Für die Saisonkarte müssen weiterhin 50 Euro pro Erwachsener bezahlt werden. Für Ermäßigte kostet sie 30 Euro.“ Auch die Öffnungszeiten bleiben unverändert. Im Mai ist das Bad täglich von 8 bis 19 Uhr zugänglich. Ab 1. Juni dann bis 20 Uhr. Allerdings gilt die 20 Grad-Regel: „An Tagen, an denen die Tagestemperatur unter 20 Grad Celsius liegt, ist das Bad nur von 8 bis 10 Uhr und am Nachmittag von 17 bis 19 Uhr geöffnet.“ Freuen können sich die Badbesucher über einen neu gestalteten Parkplatz. „Er wurde ja bekanntlich im Herbst vergangenen Jahres neu angelegt. Er ist jetzt übersichtlicher und um einige Stellflächen gewachsen.“

Auch wenn die Mitarbeiter des Stadtbadvereins bis zum 15. Mai alles perfekt vorbereitet haben, eine Unwägbarkeit bleibt. „Wir wissen natürlich nicht, ob an diesem Tag wirklich Badewetter herrscht und ob es wieder einen so heißen Sommer gibt wie im vergangenen Jahr und damit wieder so viele Besucher.“ 2018 war erstmalig die Zahl innerhalb einer Saison über 50 000 geklettert. Mitte August waren eine halbe Million Badegästen seit der Übernahme durch den Badverein im Jahre 1997 gezählt worden.