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Coronavirus: Test aus Görlitz negativ

Drei Stunden lang wurde am Freitag eine Görlitzer Arztpraxis abgeriegelt. Nun ist klar: Der Corona-Verdacht hat sich nicht bestätigt.

Der Corona-Verdachtsfall in einer Arztpraxis auf der Biesnitzerstraße in Görlitz hat sich als "gewöhnliche" Influenza entpuppt.
Der Corona-Verdachtsfall in einer Arztpraxis auf der Biesnitzerstraße in Görlitz hat sich als "gewöhnliche" Influenza entpuppt. © Maximilian Helm

Der Verdachtsfall in seiner Praxis vom Freitag trug nicht das Coronavirus in sich, das teilte das Landratsamt am Samstag dem Görlitzer Mediziner Konstantin Georgiou mit. Ebenso seien die drei weiteren Patientinnen, die am Freitag über drei Stunden in der Arztpraxis ausharren mussten, informiert worden. Eine Patientin hatte eindeutige Symptome gezeigt und Kontakt mit einem Italien-Reisenden gehabt. Daraufhin hatte Dr. Georgiou seine Praxis geschlossen.

Der Abstrich, den Georgiou bei der Patientin machte, weist jedoch nach der Laboruntersuchung auf einen starken Fall von Influenza A hin. Dass die Görlitzerin zeitgleich noch an COVID-19 erkrankt ist, ist extrem unwahrscheinlich. Der Arzt zeigt sich erleichtert: "Der erste Fall in Sachsen wäre ein Negativrekord, den ich wirklich nicht brauche", sagt er. Auch werde er seine Praxis in der kommenden Woche wieder öffnen. 

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Am Freitag hatte er scharfe Kritik an den Behörden geäußert, weil er sich in einem dringenden Verdachtsfall allein gelassen gefühlt habe. Außerdem konnte Georgiou kein Verständnis dafür aufbringen, die verdächtige Patientin einfach wieder nach Hause zu schicken, im Ernstfall noch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Heute ist er diplomatischer: "Ich hoffe, dass wir durch diese Aktion Fehler im System gefunden haben und nun beseitigen können." 

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