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Dresden

CSD-Chef lässt sich beurlauben

Ronald Zenker wird vorgeworfen, Sex mit Flüchtlingen gehabt zu haben. Bewiesen ist nichts. 

Ronald Zenker lässt sich beurlauben.
Ronald Zenker lässt sich beurlauben. © Sven Ellger

Bewegung im Fall Ronald Zenker: Der Dresdner Christopher Street Day-Verein informierte am Freitag den Geschäftsbereich von Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) über Zenkers Bitte, von seinem Vorstand als Landeskoordinator für homo- und transsexuelle Geflüchtete bis auf Weiteres beurlaubt zu werden. 

Das Projekt wird von Köppings Ministerium gefördert. Zenker wird vorgeworfen, mit Flüchtlingen, die er betreut hat, Sex gehabt zu haben. Diese sollen mit ihm geschlafen haben, da sie fürchteten, sonst keine Hilfe mehr von ihm zu bekommen. Zenker bestreitet das und weist die Vorwürfe vehement zurück. Bewiesen ist nichts, es gilt die Unschuldsvermutung.

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„Ronald Zenker lässt ab sofort seine Funktion als Landeskoordinator für die Unterbringung und Begleitung queerer Geflüchteter ruhen. Er begründet dies mit dem Schutz des Projektes und weist darauf hin, die gegen ihn „verbreiteten Vorwürfe sind unwahr und diffamierend“, so Köpping. Die Ministerin dankt Zenker für diesen Schritt. Damit schütze er das wichtige und deutschlandweit vorbildliche Projekt. „Ich werte diesen Schritt nicht als Schuldeingeständnis und hoffe, dass es zu einer baldigen Klärung der Vorwürfe kommt“, so Köpping. 

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