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Cunewalde: Mehr Platz für Pakete

Weil immer mehr online bestellt wird, ist der DHL-Standort zu klein geworden. Jetzt bringt ein Neubau Verbesserungen für Mitarbeiter und Kunden.

Ein neuer Post-Zustellstützpunkt entsteht in Weigsdorf-Köblitz. Den ersten Spatenstich vollzogen am Donnerstag Landrat Michael Harig, Brigitte Ullrich und Maria Supranowitz von der Deutschen Post sowie Bürgermeister Thomas Martolock (v.l.).
Ein neuer Post-Zustellstützpunkt entsteht in Weigsdorf-Köblitz. Den ersten Spatenstich vollzogen am Donnerstag Landrat Michael Harig, Brigitte Ullrich und Maria Supranowitz von der Deutschen Post sowie Bürgermeister Thomas Martolock (v.l.). © dpa/Sebastian Kahnert

Weigsdorf-Köblitz. Am Ortsrand von Weigsdorf-Köblitz türmen sich hohe Sandhaufen. Wo früher eine grüne Wiese war, arbeiten sich Bagger durch das Erdreich. Doch am Donnerstagvormittag war Handarbeit angesagt. Zum symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Zustellstützpunkt des Unternehmens DHL am Rand des Cunewalder Ortsteils waren unter anderem Landrat Michael Harig (CDU), der Cunewalder Bürgermeister Thomas Martolock (CDU) sowie als Vertreterinnen der Deutschen Post Brigitte Ullrich und Maria Supranowitz angetreten.

In nur fünf Monaten soll dort auf einer Grundstücksfläche von rund 8.500 Quadratmetern eine rund 1.000 Quadratmeter große Halle entstehen, von der aus die Brief- und Paketsendungen für das Bautzener Oberland verteilt werden können. Die Investition ist notwendig geworden, weil vor allem das Paketaufkommen ständig steigt. Einer der Gründe dafür ist das Corona-bedingt veränderte Kaufverhalten der Kunden, die mehr online bestellen.

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Zustellung per Elektrofahrzeug

Laut Maria Supranowitz, die in der für Cunewalde zuständigen DHL-Niederlassung Dresden Personalchefin ist, wird das neue Gebäude ideale Voraussetzungen für eine effiziente Betriebsführung bieten. Darüber hinaus bekommen die Mitarbeiter damit ein modernes Arbeitsumfeld. Die Pakete und Briefe werden ebenerdig an- und ausgeliefert. Die Räume bieten mehr Lagerplatz. Es stehen 32 überdachte Plätze zum Beladen von Transportern zur Verfügung.

Die meisten der 38 Mitarbeiter halten ihrem Unternehmen schon lange die Treue. „Wenn unsere Mitarbeiter zufrieden sind, sind wir auch zufrieden“, sagte Oliver Seifert, stellvertretender Betriebsleiter der Brief- und Paketauslieferung Bautzen, der für Cunewalde mit zuständig ist. Das neue Gebäude soll den Anforderungen mindestens für die nächsten zehn Jahre gerecht werden. Es wird mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ausgestattet. Die Zustellung soll ausschließlich mithilfe einer Flotte von Elektrofahrzeugen erfolgen.

Von Weigsdorf-Köblitz aus werden alle Ortsteile von Cunewalde und außerdem Beiersdorf, Oppach, Schirgiswalde-Kirschau sowie Sohland und Wilthen mit Postsendungen beliefert. 

Erst Kita, dann Post, bald Krippe

Bürgermeister Thomas Martolock freut sich über den Neubau. Die Gemeinde habe das betreffende Grundstück bereits in den 90er-Jahren als Gewerbefläche erschlossen mit damals noch sehr großzügigen Förderbedingungen. Die Fläche sei ein Filetstück, das mit dem Logistikunternehmen nun einen prominenten Nutzer bekomme. Das Gebäude das bisher als Zustellstützpunkt genutzt wird und sich nur rund 250 Meter vom neuen Standort entfernt befindet, wurde 1988 errichtet und bis 1992 als Kinderkrippe genutzt. Dann schloss die Kindereinrichtung. Später zog die Post ein.

Nun geht der Weg retour. Thomas Martolock freut sich: „Wir werden hier wieder eine Kinderkrippe einrichten und zusätzlich eine Altentagespflege“. Dafür sollen Mittel aus dem Fond zur Strukturänderung nach dem Kohleausstieg genutzt werden. Die  Wiese, auf der der neue Zustellstützpunkt entsteht, habe während der Autocross-Wettkämpfe am Matschenberg bislang als Abstellfläche für Fahrzeuge gedient, berichtet der Bürgermeister. Dafür gelte es nun eine neue Lösung zu finden.

Die Postmitarbeiter bedankten sich beim Landrat für die rasche und unkomplizierte Abwicklung des Genehmigungsverfahrens für den Neubau. Daraufhin berichtete Michael Harig, dass er persönliche Bindungen zur Post habe. Sein Vater sei Zusteller gewesen und auch er selbst habe seinerzeit in den Schulferien Briefe und Zeitungen zugestellt. Außerdem habe seine Familie in Sohland 15 Jahre lang im Postgebäude gewohnt.

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