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Cunnersdorfer will auf das Dach der Welt

Der 62-jährige Reinhard Richter hat sich im Team wieder etwas besonderes vorgenommen. Am Donnerstag geht der Flieger an den Pamir in Zentralasien.

Reinhard Richter (62) hat erneut seinen Rucksack gepackt. Am Donnerstag fliegt er mit sechs sächsischen Bergsteigern in den Hochpamir. Die Kamera darf dabei natürlich nicht fehlen.
Reinhard Richter (62) hat erneut seinen Rucksack gepackt. Am Donnerstag fliegt er mit sechs sächsischen Bergsteigern in den Hochpamir. Die Kamera darf dabei natürlich nicht fehlen. © Archivfoto: René Plaul

Kamenz. Er ist mittlerweile 62 Jahre alt, aber noch immer lodert das Fernweh in ihm. Der Cunnersdorfer Bergsteiger und Extremsportler Reinhard Richter bricht am Donnerstag zu seinem nächsten Abenteuer auf. „Mit weiteren sechs Kameraden starte ich am 25. Juli nach Zentralasien zum Pik Lenin.“ Der 7 134 Meter hohe Berg ist immerhin der höchste im Transaltai im nördlichen Teil des Pamir. Der Pamir trägt den Kreuzwort-Ehrentitel „Dach der Welt“, obwohl diese Ehre eigentlich ja eher der Himalaja-Region um den Mount Everest gebührt. Aber die Herausforderungen an das bergsteigerische Können hängen natürlich nicht immer nur vor der absoluten Höhe über dem Meeresspiegel ab. Und vieles wird auch von den Gesamtbedingungen einer Expedition bestimmt.

„Unsere sächsische Gruppe wird völlig eigenständig sein. Ab dem Basislager auf 3 600 Metern Höhe verzichten wir zum Beispiel auf jegliche Hochträger und gehen sportlich fair, also ohne künstlichen Sauerstoff“, berichtete Reinhard Richter kurz vor dem Start. Vom Klima erwarte man dabei „knackige Temperaturunterschiede“, wie es heißt. 2003 war der Cunnersdorfer schon einmal in dieser Region ganz erfolgreich unterwegs gewesen. Am Pik Korschenewskoi, der immerhin auch über 7 100 Meter hoch ist. „Seit dieser Zeit haben sich meine Bergtouren weit darüber, aber auch unterhalb dieser Höhen abgespielt.“ Mittlerweile kann sich der erfahrene Bergsteiger auch auf sein Körpergefühl sehr gut verlassen – nicht erst nach einer richtigen Umkehrentscheidung am Nanga Parbat vor elf Jahren, als ihn bei etwa 7 000 Metern die gefährliche Höhenkrankheit erwischte. An eine ähnliche Höhe will er sich nun immerhin wieder heranwagen ...

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Zunächst geht es von Prag über Istanbul nach Bischkek. Ein Inlandflug bringt die kleine Expedition schließlich in Richtung Osch weiter. „Nach etwa acht Tagen werden wir sicher abenteuerlich mit einer Pamir Challenge das Basislager erreichen.“ Dort hängt das Weitere vor allem auch von den Wetterbedingungen vor Ort ab. Eine Ziel freilich steht über allem: „Ende August möchten wir alle wieder gesund in der Heimat zurück sein.“ Da Reinhard Richter auch als guter Fotograf bekannt ist, dürfen sich die SZ-Leser also wieder über einen interessanten Reisebericht freuen …

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