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Curie-Gymi bis Herbst 2013 komplett fertig

OB und Baubürgermeister holen dafür zusätzliche Fördermittel aus Dresden. Die kommen auch dem geplanten Altstadt-Parkhaus zugute.

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Von Ingo Kramer

Seit den Herbstferien ist alles anders am Joliot-Curie-Gymnasium: Wo sonst Schüler lernen, sind nun Bauarbeiter dabei, das Gebäude zu sanieren. Seit dieser Woche aber haben Oberbürgermeister Siegfried Deinege und Baubürgermeister Michael Wieler noch mehr Grund zur Freude: Mit Verhandlungsgeschick ist es ihnen gelungen, zwei Millionen Euro vom Freistaat nach Görlitz zu holen. Das Geld soll in zwei Gebäude fließen: Ins Joliot-Curie-Gymnasium und in ein Parkhaus für die Altstadt.

Curie-Gymnasium: 5 Millionen Euro für Komplettsanierung

Die bisherigen Planungen sahen eine Teilsanierung für 3,6 Millionen Euro vor. Weitere 1,4 Millionen kommen jetzt dazu, davon zwei Drittel Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau Ost. „Damit wird aus einer Teil- eine Komplettsanierung“, sagt Deinege. Er sei kein Freund davon, immer alles nur anzufangen: „Wir müssen auch mal etwas zu Ende bringen.“

Von dem zusätzlichen Geld kann die Dachkonstruktion saniert und die undichte Dachdeckung erneuert werden. Zudem soll die Schule behindertengerecht erschlossen werden. Dazu wird im Lichthof ein Aufzug gebaut, der alle Etagen vom Keller bis zum dritten Stock erschließt. Der barrierefreie Zugang funktioniert nur mit einer Rampe vom Hof aus. Weiterhin soll im Erdgeschoss ein Behinderten-WC eingebaut werden. Die bisherigen Toiletten an der Aula werden rekonstruiert. Nicht zuletzt sollen der Hof neu gestaltet und der Schülerclub im Keller des Seitengebäudes trockengelegt werden. Auf dem Schulhof sind Fahrradunterstände und Bänke geplant. Sämtliche Klinkerfassaden im Hof müssen saniert werden. Das betrifft Seitenhaus, Aula und Haupthaus. In diesem Zusammenhang werden die filigranen Fenster der Aula rekonstruiert.

Laut Wieler lassen sich die zusätzlichen Arbeiten in den ohnehin geplanten Bauablauf mit eintakten. Die Fertigstellung der Schule soll sich nur um zwei Monate verzögern: Von den Sommer- auf die Herbstferien 2013. Eine schriftliche Förderbestätigung liegt seit wenigen Tagen vor. „Jetzt müssen wir nur noch die Eigenmittel sichern“, so Wieler. Die Verwaltung bereite dazu eine Stadtratsvorlage für die Dezember-Sitzung vor. Wieler und Deinege sind zuversichtlich, eine breite Mehrheit dafür zu finden.

Parkhaus Altstadt: Sachsen gibt eine Million Euro dafür

Neben der Jägerkaserne sind kürzlich alle Bäume abgeholzt worden. Am Mittwoch plant das Landesamt für Archäologie dort eine Voruntersuchung. „Wir wollen schauen, ob es noch Reste der Stadtmauer gibt“, sagt Christoph Heiermann vom Landesamt. Das wird nur einen Tag dauern. Je nachdem, was die Untersuchung bringt, könnten Ausgrabungen folgen – oder auch nicht.

Deinege und Wieler sind zuversichtlich, dass hier anschließend eine Kombination aus Parkhaus und Sporthalle entsteht. Für ersteres hat der Freistaat knapp über eine Million Euro Fördermittel zugesagt. Das Geld kommt ebenfalls aus dem Programm Stadtumbau Ost. Eine halbe Million Euro muss die Stadt selbst aufbringen. Die Sporthalle hingegen ist als Ersatz für die beim Hochwasser 2010 beschädigte Hirschwinkel-Turnhalle geplant. Sie kostet 3,1 Millionen Euro und wird zu 90 Prozent gefördert. Das ist schon sicher. Da aber der Standort noch offen war, konnte es bisher nicht losgehen.

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