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Dämpfe in Leisnig: Was war es genau?

Mit dem Ergebnis der Analyse wird am Montag gerechnet. Dann steht fest, welche weiteren Schritte es geben muss.

Eine Task Force aus Leipzig war am Freitagnachmittag in Leisnig eingetroffen.
Eine Task Force aus Leipzig war am Freitagnachmittag in Leisnig eingetroffen. © Lars Halbauer

Leisnig. Am Freitagmorgen sind über dem Gelände der ehemaligen Schnallenfabrik an der Weststraße womöglich giftige Dämpfe aufgestiegen. Bis zum späten Abend und auch im Verlauf des Wochenendes gab es keine offiziellen Angaben darüber, worum es sich gehandelt hat. Feuerwehr-Einsatzleiter Marko Gentzsch stellte in Aussicht, dass die Untersuchungsergebnisse am Montag der Stadt Leisnig zugestellt werden könnten.

Weil die Verantwortlichen vor Ort keine Möglichkeit sahen, dass ein Labor in der Nähe es schafft, schnelle Ergebnisse vorzulegen, ist am Freitagnachmittag die in Leipzig stationierte Task Force – eine von sieben Spezialeinheiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz – hinzugezogen worden. Deren Experten waren bis in den späten Abend hinein in Leisnig als Unterstützung vor Ort.

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Solange ist auch noch in Erwägung gezogen worden, das Helios-Krankenhaus in unmittelbarer Nachbarschaft sowie die Häuser im Umkreis zu evakuieren. Anwohner und Klinik-Mitarbeiter wurden schon seit dem Morgen angehalten, Fenster und Türen vorsorglich geschlossen zu halten. Diese Warnung wurde am Freitag kurz vor Mitternacht wieder aufgehoben.

Ehrenamtliche Helfer der Feuerwehren Leisnig und Wendishain sowie des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Döbeln, Freiberg und Chemnitz waren bis Sonnabend um 9 Uhr – also teilweise 26 Stunden – an der Weststraße im Einsatz, um verfülltes Material aus dem Gewölbekeller des ehemaligen Trafohauses zu baggern. 

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Darin war es immer wieder zu chemischen Reaktionen gekommen: unangenehmen Geruch und Wärmebildung. Das Material, etwa 100 Kubikmeter, schätzt der Chef des THW Döbeln Christian Winkler, hat die Firma Becker Umweltdienste übernommen und für mögliche weitere Untersuchungen sichergestellt. Eine Umweltstraftat ist nicht auszuschließen. Erste Ermittlungen der Polizei hat es noch am Freitag gegeben.

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