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Meißen

Damit Arbeitslose gesund bleiben

Jobcenter und Krankenkassen haben eine spezielle Kooperation verlängert. Ihre Angebote sollen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vereinfachen.

Die AOK gehört zu einer Reihe von gesetzlichen Krankenkassen, die eng mit dem Jobcenter zusammenarbeiten, um Arbeitslose gezielt für Prävention zu sensibilisieren.
Die AOK gehört zu einer Reihe von gesetzlichen Krankenkassen, die eng mit dem Jobcenter zusammenarbeiten, um Arbeitslose gezielt für Prävention zu sensibilisieren. © Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Meißen/Riesa/Großenhain. Ein Abkommen zwischen dem Jobcenter des Landkreises Meißen und der AOK Plus ist nun aufgrund der sehr erfolgreichen Arbeit vor Ort für weitere zwei Jahre bis Ende 2021 verlängert worden. Das hat jetzt das Landratsamt Meißen mitgeteilt.

Die gesetzlichen Krankenkassen kooperieren bereits seit Dezember 2016 mit zahlreichen Jobcentern und Arbeitsagenturen in allen Bundesländern, um die Arbeits- und Gesundheitsförderung systematisch zu verzahnen. In Sachsen gibt es derzeit insgesamt 17 solcher Kooperationen.

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Anhaltende Arbeitslosigkeit ist nachweislich ein gesundheitlicher Risikofaktor. Rund 35 Prozent der Arbeitssuchenden, die Anspruch auf Grundsicherung haben, leiden unter teilweise gravierenden gesundheitlichen, vor allem psychischen Beeinträchtigungen. Zudem erschweren gesundheitliche Einschränkungen die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt. 

Diesen Kreislauf wollen die Krankenkassen gemeinsam mit dem kommunalen Jobcenter durchbrechen und Strukturen entwickeln, um die Prävention für Arbeitslose leichter zugänglich zu machen. „Solche  Angeboten sind auch für erwerbslose Menschen wichtig. Leider fällt es ihnen oft schwer, den Weg dorthin zu finden“, sagt Susann Lenz, Leiterin des Jobcenters. „Wir versuchen daher individuell, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren und mit eigenen Präventionsangeboten in die Lebenswelt der Arbeitslosen zu gehen“.

Neben der persönlichen Beratung zur Arbeitssuche führen speziell geschulte Mitarbeiter im Jobcenter mit den Teilnehmern ziel- und gesundheitsorientierte Gespräche. Wer Interesse zeigt, kann an eigens für diese Zielgruppe entwickelten kostenlosen Präventionskursen teilnehmen. Dabei steht vor allem die Stärkung der Selbstverantwortung für die Gesundheit im Vordergrund. Es geht zum Beispiel um Stressbewältigung, gesunde Ernährung und Bewegung. Ziel ist es auch, die von den Erwerbslosen als belastend empfundene Lebenssituation besser zu meistern. Zugleich soll ihnen der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert werden.

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