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Damit auch Behinderte Sport treiben können

In kaum einer anderen Kleinstadt gibt es einen so aktiven Beirat für Behinderte. Er redet gerade bei der Hallenplanung mit.

Gert Hortenbach managt den Behindertenbeirat der Stadt Roßwein. In dem arbeiten Männer und Frauen mit, die selbst damit leben müssen, zum Beispiel schlechter laufen, sehen oder hören zu können als andere. Aber auch Stadträte wie Peter Krause und Planerin Kerstin Bauer engagieren sich in diesem Kreis. Kerstin Bauer ist eine wichtige Expertin in Bauangelegenheiten. Sie kennt die Standards und hilft dabei, berechtigte Forderungen durchzusetzen.

Das derzeit größte Projekt des Beirates ist die Begleitung der Sporthallenplanung. Schon mehrfach haben die Mitglieder mit den Planern beraten. Denen sind die Erfahrungen der Menschen mit Handicaps wichtig. Deshalb gibt es weitere Treffen, etwa um das Farbkonzept und die auffällige Ausschilderung für Sehschwache zu besprechen. Vielleicht wird auch der Hinweis von Thorsten Gruner berücksichtigt, in den Behindertentoiletten und -duschen einen Notruf in Brailleschrift auszuweisen.

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Für Behindertensport aller Art wird die neue Sporthalle nicht ausgelegt sein. Blindenfußball ist ein Beispiel. Dafür müsste der Schall nicht nur minimiert, sondern komplett ausgeschaltet werden. Darauf sind die Planungen nicht ausgerichtet.

Womit sich das Gremium sonst noch so beschäftigt, das hat Gerd Hortenbach in dieser Woche den Mitgliedern des Ortschaftsrates von Niederstriegis berichtet. Schon lange hatten sich die Vertreter des Rates vorgenommen, auf sich in dem „neuen“ Roßweiner Ortsteil aufmerksam zu machen. Akute Probleme, denen sich der Behindertenbeirat annehmen müsste, sahen die Ortsvertreter zunächst nicht.

Zumindest die im Technischen Ausschuss mitarbeitenden Räte aus Niederstriegis haben im Januar vergangenen Jahres schon einmal etwas von dieser Arbeitsgruppe gehört. In dem Ausschuss hatte Gert Hortenbach einige Mankos aufgezählt. Die Mängelliste begann bei einem fehlenden Geländer am Rathaus und ging bis zur Situation an Bushaltestellen. Das Geländer gibt es inzwischen. Auch die Glasscheiben an Bushaltestellen sind mit Aufklebern kenntlicher gemacht worden. Nach wie vor in der Augenhöhe von Erwachsenen hängen die Fahrpläne an den Haltestellen. Dass diese für Menschen im Rollstuhl schlecht einzusehen sind, war ein Kritikpunkt. Doch Peter Krause (Die Linke) hält es nicht für angebracht, sich über diesen Fakt mit den Verkehrsbetrieben zu streiten. Aus seiner Sicht fahren fast nie Rollstuhlfahrer in Bussen mit. (DA/hst)