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Damit die Schule noch attraktiver wird

Als der Förderverein der Pestalozzischule vor 15 Jahren gegründet wurde, ging es ums Feiern, später um die Existenz.

© Lutz Weidler

Von Sylvia Jentzsch

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Winterdorf, Eislaufen und Hüttengaudi!

Im Döbelner Winterdorf warten eine überdachte Eisbahn, ein beheiztes Hüttengaudi-Festzelt und massig Programmacts auf Groß und Klein.

Hartha. Wie die Zeit vergeht. Das haben sich diejenigen Mitglieder des Fördervereins der Pestalozzi-Schule gesagt, die von Anfang an dabei waren. Den Verein gibt es bereits seit 15 Jahren. Er hat bisher viel bewirken können. Wenn in der Schule außerhalb des Unterrichts etwas passiert, dann nicht ohne den Förderverein.

Gegründet wurde der Verein „Freunde und Förderer der Pestalozzi-Schule“ am 9. Mai 2001. Die 24 Gründungsmitglieder hatten sich zum Ziel gesetzt, die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule ideell und materiell zu fördern und zu unterstützen. Erste große Aufgabe war die Organisation der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Schule, das im Oktober 2002 gefeiert wurde.

Zuvor hatten die Vereinsmitglieder noch eine Aufgabe zu erledigen, mit der sie nicht gerechnet hatten. Vom Hochwasser im August 2002 waren auch Familien betroffen, deren Kinder die Schule besuchten, und Lehrer. „Wir haben diese Leute finanziell unterstützt“, sagte Lehrerin Bärbel Wagner. Sie ist seit der Gründung des Vereins dabei, und stolz darauf, was bisher alles durch den Einsatz der Mitglieder geschaffen werden konnte. Im Jahr 2003 gab es mit Unterstützung des Vereins den ersten Schulausscheid „Wir suchen unsere Stars“. Schüler präsentierten in einer Show, was sie alles drauf haben. Sie sangen, tanzten, musizierten oder brachten das Publikum zum Lachen. Für diese Veranstaltung erhielt die Schule vom Sächsischen Kultusministerium die Auszeichnung „Schule mit Idee“.

Musikalisch ging es 2004 weiter. Allerdings unter einem anderen Vorzeichen. Der Schule drohte die Schließung. „Wir haben mit der Veranstaltung ‚Wir rocken für unsere Schule‘ die Öffentlichkeit auf die Problematik aufmerksam gemacht und deutlich gezeigt, dass wir die Schule erhalten wollen“, so Bärbel Wagner. Der Kampf dauerte mehrere Jahre. Die Vereinsmitglieder trommelten und warben für die Schule. Nun ist seit wenigen Jahren der Standort gesichert.

„Wir haben erreicht, dass die Oberschule ein attraktiver Lernort geworden ist, der den Schülern auch im Freizeitbereich ein großes Angebot unterbreitet“, sagte Bärbel Wagner. Das habe sich in der Region herumgesprochen. Und so besuchen auch Schüler aus Geringswalde und Döbeln die Harthaer Schule.

„Die Liste der Aktivitäten unseres Vereins ist lang. Wir haben uns auch immer in Absprache mit der Schulleitung den aktuellen Bedingungen angepasst“, so Bärbel Wagner. Das heißt, erst stand der Kampf um die Erhaltung der Schule. „Wir mussten mit Dingen punkten, die es an anderen Schulen nicht oder nicht so ausgeprägt gab. Deshalb war einer unserer Schwerpunkte die Berufsorientierung“, so Bärbel Wagner. Das war zu einer Zeit, in der es mehr Schüler als Lehrstellen gab und es außerordentlich wichtig war, entsprechende Bewerbungsunterlagen in den Betrieben vorzulegen. Noch immer gibt es die Berufsorientierung an der Schule. Jetzt geht es allerdings mehr darum, die Stärken der Schüler zu ermitteln, um die richtige Berufswahl zu treffen. Um die richtige Wahl der Schule geht es bei den Viertklässlern. Deshalb organisieren Schule und Förderverein jedes Jahr ein „Schultestival“, um zu zeigen, wie es sich an der Oberschule lernt.

Der Förderverein gibt sowohl personelle als auch finanzielle Unterstützung bei Festen, dem Starterpaket für die Fünftklässler, dem schuleigenen Planer oder für die Ganztagsprojekte. Eine wichtige Rolle spielte der Förderverein auch bei der Einrichtung des Schülercafés, das sich großer Beliebtheit erfreut. Genannt ist längst noch nicht alles. Gegenwärtiger Schwerpunkt des Vereins ist die Gestaltung des Schulhofes (DA berichtete). Er soll zu einem Ort der Erholung und des Spiels werden. Möglich sind die Aktivitäten nur durch Sponsoren und durch aktive Mitglieder. „Besonders hervorzuheben ist das Engagement der Vorsitzenden Silke Weise“, sagte Vereinsmitglied Bärbel Wagner.