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Freital

Damit es nicht mehr in die Turnhalle regnet

Das Geld für die Dachsanierung der Kleinnaundorfer Turnhalle in Freital  ist da. Jetzt können mehrere Provisorien beendet werden.

Der Blick geht nach oben: Sachsens Innenminister Roland Wöller, Vereinschef Andreas Demel und der Kleinnaundorfer Stadtrat Steffen Üregi (v. l.) schauen sich das marode Dach der Turnhalle an.
Der Blick geht nach oben: Sachsens Innenminister Roland Wöller, Vereinschef Andreas Demel und der Kleinnaundorfer Stadtrat Steffen Üregi (v. l.) schauen sich das marode Dach der Turnhalle an. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Tambourelli-Abteilung ist der ganze Stolz der Sportgemeinschaft Kleinnaundorf. Das exotische Spiel mit einem Federball und Schlägern, die einem Tambourin ähnlich sind, ist in der Freitaler Ortschaft äußerst beliebt. In verschiedenen Altersklassen konnten die insgesamt rund 70 Aktiven schon Weltmeistertitel abräumen. Für sie und die anderen Nutzer der Turnhalle in Kleinnaundorf wird es nun bald deutlich bessere Bedingungen geben.

Sachsen Innenminister, der auch für den Bereich Sport zuständig ist, hat dem Verein einen Fördermittelbescheid von rund 57 000 Euro überreicht. Weil die Stadt Freital den Betrag aus dem eigenen Haushalt auf insgesamt rund 115 000 Euro verdoppelt, kann nun endlich das Dach der Halle, die sich etwas versteckt an der Steigerstraße befindet, saniert werden.

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Das ist dringend nötig, wie Vereinschef Andreas Steffen Demel sagt. „Einmal pro Jahr haben wir hier einen Wasserschaden“, sagt der 26-Jährige. Heißt konkret: Bei starkem Regen drückt es das Nass durch das Dach und die Sportler müssen die Tropfen mitunter mit Eimern auffangen. Hinzu kommt: Weil das Dach nicht gedämmt ist, herrschen im Hochsommer tropische Temperaturen in der Halle. Es mussten schon Trainings ausfallen deswegen. „Es gibt Tage, da kann man einfach nicht in die Halle“, sagt Demel. Das soll sich nun mit den geplanten Arbeiten ändern. Vorgesehen ist, dass die etwas über hundert Jahre alte Turnhalle noch in diesem Jahr ein neues Dach samt Dämmung bekommt. Zwei Dachfenster sollen für eine zusätzliche Belüftungsmöglichkeit sorgen.

Damit kann auch ein weiteres Provisorium abgeschafft werden. Wegen der nicht vorhandenen Dachdämmung schmolz der Schnee auf dem Dach sehr schnell, rutschte das Dach herunter und landete in der Dachrinne. Dort wieder gefror er und verstopfte die Leitung. Die Kleinnaundorfer behalfen sich notdürftig mit einer Dachrinnenheizung. Diese wird nun bald nicht mehr gebraucht.

Die Dachsanierung ist nicht das Vorhaben der Sportgemeinschaft, in der insgesamt 203 Mitglieder aktiv sind. Vor der Turnhalle soll ebenfalls noch in diesem Jahr ein Kleinspielfeld für Fußball, Tambourelli und weitere Sportarten sowie ein neuer Beachvolleyballplatz entstehen.

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