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Damit Kamenz-Ost weiter gute Laune macht

Wohngebietsfest. Am 25. Juni laden die drei großenWohnungsvermieterwieder gemeinsam ein. Und die Stadt unterstützt.

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Von Frank Oehl

Kamenz. In der Kreisstadt ist manches anders. Zwar gibt es hier mit der SWG, der Wohnungsbaugenossenschaft und der Novum gleich drei Großvermieter, die liegen aber nicht miteinander im Clinch. Ganz im Gegenteil: Insbesondere in Kamenz-Ost wirkt man intensiv zusammen. Immerhin handelt es sich um den größten Stadtteil der Stadt – zu DDR-Zeiten ganz neu aus dem Boden gestampft. Immer wiedermal wird andernorts in der Stadt darob die Nase gerümpft, aber eigentlich grundlos. „Ich wohne hier und bekenne mich dazu“, sagt Peter Pfeifer. „Hier funktioniert noch die Hausgemeinschaft. Wir helfen uns gegenseitig.“ Und Pfeifer ist jener, der die Idee zum gemeinsamen Wohngebietsfest hochhält. Offenbar nicht von ungefähr.

Alle sitzen an einem Tisch

Jetzt saßen alle Organisatoren im Bürgermeisterzimmer, um auf den Kiez-Höhepunkt am 25. Juni hinzuweisen und sich der Unterstützung durch das Rathaus zu versichern. Dr. Eckhard Bussenius, Chef der Novum: „Wir zeigen, dass wir keine erbitterten Konkurrenten sind, sondern stellen gemeinsam etwas auf die Beine.“ Schließlich würden so die Mittel gebündelt, was Henry Schmidt, der Vorstandschef der Wohnungsbaugenossenschaft, unterstreicht: „Gerade auch die Integration der Spätaussiedler liegt uns allen am Herzen.“ Und Daniel Jircik, der Chef der städtischen Wohnungsgesellschaft, sieht darin vor allem auch eine konzertierte Marketingaktion. „Oft wird von Kamenz-Ost ein Bild präsentiert, das der Realität gar nicht entspricht. Immer, wenn wir Gäste durch das Gebiet begleiten, wundern die sich dann, wie es hier grünt und blüht.“ Das gemeinsam organisierte und finanzierte Stadtteilfest solle deshalb ruhig auch ausstrahlen. „Vielleicht stößt ja auch jemand aus anderen Gebieten hinzu?“

Mehr Interesse im Umland

Dies hängt natürlich vom Angebot ab. Am 25. Juni ist ab 14 Uhr jedenfalls das Areal rund ums Ärztehaus der Ort des bunten Geschehens – mit Modenschauen, ADAC-Fahrradclub, einem Kinderprogramm, Verkaufs- und Serviceangeboten, Chorauftritten und vor allem auch mit der Präsentation der Kamenzer Oldtimerfreunde. Und am Abend steigt ab 20 Uhr im Haus der Begegnung eine Jugenddisco. „Kamenz Ost macht Laune“, dieses Motto hat man sich gestellt, und Bürgermeister Roland Dantz nahm jetzt den Ball auf, um ihn gleich weiterzuwerfen: „Für 2006 könnte man das Wohngebietsfest dann sogar mit dem Tag der Kreisverkehrswacht verbinden, um noch mehr Interesse im Umland zu wecken.“ Dies fiel auf fruchtbaren Boden. „In diese Erweiterung würden wir unser Herz reinlegen“, sagte Dr. Bussenius – gleich für die anderen mit.