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Damm im Pöbeltal kurzzeitig geschlossen

Gerade sechs Wochen ist die Straße durch den Hochwasserschutzdamm wieder freigegeben, schon wurde sie zum ersten Mal dicht gemacht.

Die Schranken vor dem Hochwasserschutzdamm im Pöbeltal sind am Sonnabend zum ersten Mal im echten Einsatz abgesenkt worden.
Die Schranken vor dem Hochwasserschutzdamm im Pöbeltal sind am Sonnabend zum ersten Mal im echten Einsatz abgesenkt worden. © Egbert Kamprath

Das kam schneller als von vielen erwartet. Ende April war die offizielle Übergabe des Hochwasserschutzdamms im Pöbeltal oberhalb von Schmiedeberg. Die Straße im Pöbeltal, die in einem Durchlass durch den Damm führt, ist nach der Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben worden. Jetzt, gerade mal eineinhalb Monate später, ist der Damm im Pöbeltal schon wieder für den Verkehr geschlossen worden. Am Sonnabendmittag haben die Staumeister die schweren Schütztafeln abgesenkt. Autofahrer konnten nicht mehr durchs Pöbeltal, sondern mussten die Umleitung über Ammelsdorf und Schönfeld oder über die B 170 nehmen. Der Damm war damit bereit, Wasser aufzustauen.

Am Sonnabend sind Unwetterwarnungen eingegangen, die schwere Niederschläge von Sonnabend auf Sonntag befürchten ließen, die auch Stunden hätten dauern können. So etwas hätte auch im Osterzgebirge auftreten können. Deswegen entschieden die Verantwortlichen bei der Landestalsperrenverwaltung, das Hochwasserrückhaltebecken in Niederpöbel in Betrieb zu nehmen, wie sie auf Anfrage von Sächsische.de informierten. Dafür ist eine gewisse Vorbereitungszeit notwendig. Deswegen können in einer solchen Situation die Staumeister nicht abwarten, bis eine Flutwelle kommt, sondern müssen vorher reagieren.

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„Es lief alles planmäßig. Die Staatsstraße S 183 wurde gesperrt, der Verkehr umgeleitet, betroffene Institutionen informiert und anschließend der Straßen- und der Ökodurchlass geschlossen“, teilt Patricia Zedel von der Landestalsperrenverwaltung mit. Nur durch den sogenannten Bypass, eine kleine Rohrleitung floss noch Wasser, damit der Pöbelbach unterhalb des Dammes nicht trockenfiel.

Allerdings gab es nach Information von Augenzeugen einzelne Autofahrer, welche die Stoppschilder übersehen haben und bis an den geschlossenen Damm herangefahren sind. Sie mussten wieder umdrehen und die Umleitung nehmen.

Das Unwetter kam, aber zum Glück traf es das Osterzgebirge nicht so schlimm wie andere Regionen in Deutschland.  Deswegen blieb die Dammschließung eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es hat zwar heftig geregnet, aber nicht in dem Maß, dass der Pöbelbach über die Ufer getreten wäre oder die Straße überschwemmt worden wäre. Am Montag wurden die schweren Stahltafeln wieder hochgezogen und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.

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Wann der Straßendurchlass hier am Hochwasserbecken das nächste Mal geschlossen wird, hängt von den Wettervorhersagen ab. Damit aber die Prognosen noch genauer werden, bereitet die Landestalsperrenverwaltung den Bau von weiteren Messstellen vor, wie sie informiert. An der Putzmühle oberhalb des Hochwasserrückhaltebeckens wird eine Niederschlagsmessstelle eingerichtet, und an der Einmündung des Pöbelbachs in die Rote Weißeritz ein zusätzlicher Pegel, der den Abfluss des Pöbelbachs misst. 

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