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Dampfschiff Leipzig ankert in der Laubegaster Werft

Der Traditionsbetrieb wird derzeit saniert. Parallel werden die ersten Schiffe zur Reparatur an Land gezogen.

Von Tobias Wolf

Frische Farbe für altes Schiff: In der Laubegaster Werft wird jetzt die Fähre „Erna“ der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) repariert. Es sei bereits das vierte Schiff des Unternehmens, das in der neu eröffneten Traditionswerft überprüft und gewartet wird, teilt DVB-Sprecher Falk Lösch mit. Bei der 1927 gebauten „Erna“ handele es sich um die älteste Fähre der Verkehrsbetriebe. Sie liege meist als Ersatzschiff am Anleger vor Kleinzschachwitz.

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Laut Werft-Vorarbeiter Falk Naumann erhält die „Erna“ am Rumpf einen neuen Unterwasseranstrich. Auch einige Flächen des Aufbaus werden neu lackiert. Spätestens zu Pfingsten soll das Schiff DVB-Sprecher Lösch zufolge wieder einsatzbereit sein. Am Montag soll zudem der historische Raddampfer „Leipzig“ repariert werden. Das Schiff wird am Sonntagabend in der Laubegaster Werft ankommen. Grund für den Landausflug der „Leipzig“ sind Arbeiten am Hauptmast. Das veraltete Bauteil soll bei dem Boxenstopp ausgetauscht werden. Montagabend legt der Dampfer dann wieder in Richtung Terrassenufer ab.

Die Reparaturen der Schiffe finden parallel zu den laufenden Sanierungsarbeiten auf dem Werftgelände statt. Das gleicht derzeit einer Großbaustelle. Eigentümer Reinhard Saal lässt den Traditionsbetrieb seit vergangenem Jahr sanieren. Bis Anfang 2015 sollen rund zwei Millionen Euro in die Sanierung und den Umbau des Areals fließen. Bis zum Herbst soll der älteste Schiffbaubetrieb Dresdens wieder für größere Reparaturen an den Dampfern der Sächsischen Dampfschiffahrt gewappnet sein.

Denn Ende des Jahres müssen sechs der historischen Schiffe generalüberholt werden, darunter die „Dresden“, die „Krippen“ sowie das älteste Schiff der Flotte, die „Diesbar“. Zuletzt wurden die Winterreparaturen von der Rönner-Werft im sachsen-anhaltischen Roßlau erledigt, weil der Laubegaster Betrieb insolvent war. Allerdings kann am Standort Aken an der Elbe immer nur ein Dampfer aus dem Wasser gezogen und instand gesetzt werden. Auf das Gelände der Laubegaster Werft passen dagegen fünf historische Schiffe gleichzeitig. Nach erfolgloser Investorensuche durch den Insolvenzverwalter kaufte der Unternehmer Reinhard Saal die Werft. Seit Oktober läuft die Umgestaltung zum Schiffbaubetrieb mit angeschlossenen Freizeitanlagen.