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Dank an die Retter

Eine 86-jährige Großenhainerin stürzte schwer. Ihr wurde sofort geholfen.

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Von Susanne Plecher

Wenn sie an einem anderen Ort gestolpert und gestürzt wäre, fiele es ihr sicher nicht so schwer, die Tatsache zu akzeptieren. Dass es ihr aber ausgerechnet auf dem Hof des Vdk-Sozialverbandes Sachsen passierte, über den sie seit 20 Jahren geht, lässt sie noch heute den Kopf schütteln. „Ich weiß nicht, was da los war, ich kann es mir nicht erklären“, sagt Waltraud Zellmer.

Wie jeden Dienstag war sie auch vergangene Woche bei der Osteoporose-Selbsthilfegruppe an der Weber-Allee. Sie kam vom Sport, als sie hinfiel und der Länge nach mit der rechten Körperseite aufschlug. Sie zog sich dabei eine Platzwunde über dem rechten Auge zu, eine Schürfwunde im Gesicht, Hämathome an Handgelenk und Unterarm. Auch das rechte Knie war verletzt und ist noch immer geschwollen.

Dass sie ausgerechnet auf dem Gelände stürzte, war andererseits aber auch ihr Glück. Denn der Hausmeister sah sie liegen, eilte ihr zu Hilfe und verständigte sofort Dr. Jörg Dietze, der im Ärztehaus praktiziert. Waltraud Zellmer hat daran allerdings keine eigene Erinnerung, denn durch den Schreck und wahrscheinlich auch durch den Blutverlust verlor sie kurzzeitig das Bewusstsein. Inzwischen waren auch die Bekannten aus der Selbsthilfegruppe zur Stelle. Elke Raue, die die Gruppe leitet, hielt ihr auch dann noch die Hand, als der Doktor mit Schwester und Rollstuhl herbeieilte und versuchte, die Blutung zu stillen, ihren Blutdruck checkte und ein EKG machte. „Sie haben sich ganz liebevoll um mich gekümmert. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, sagt Waltraud Zellmer.

Ihr Dank gilt auch den beiden Mitarbeiterinnen des DRK-Rettungsdienstes, die sie nach einer weiterführenden Behandlung im Meißner Krankenhaus mit dem Patiententransport wieder nach Hause brachten. „Kerstin Gute und Peggy May haben mich in eine dicke Decke eingehüllt und mir eine Wärmflasche gemacht. Ich habe ja gezittert wie Espenlaub“, sagt die alte Dame, die von der umsorgenden Betreuung noch immer gerührt ist. Inzwischen geht es ihr besser, die Schwellung im Gesicht ist zurückgegangen, die Schmerzen klingen ab. Die 86-Jährige, die Erzieherin in der Wildenhainer Krippe war und später im Großhandel Textil gearbeitet hat, kann sich nun wieder selbst versorgen.