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Mehr Sicherheit für Arzt und Patient

In der Sebnitzer Klinik werden jetzt weitere Erkrankungen interdisziplinär behandelt.

Von Dirk Schulze

Die Abteilungen für Innere Medizin und Chirurgie sind in vielen Krankhäusern streng voneinander getrennt. Wenn bei Patienten, die beispielsweise wegen einer Magen- oder Darmerkrankung auf der Station für Innere Medizin liegen und ein Eingriff nötig wird, rufen die Internisten ihre Kollegen von der Chirurgie oder der Intensivstation hinzu. Bis vor wenigen Jahren war das auch in der Sächsische-Schweiz-Klinik Sebnitz so geregelt.

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Mit der Gründung des Darmzentrums an der Klinik konnten dann aber Erkrankungen des Dick- und Enddarms interdisziplinär behandelt werden. Das heißt, Chirurgen und Internisten arbeiten in Sebnitz zusammen auf einer Station. Sie halten gemeinsame Visiten ab und beurteilen aus beiden Perspektiven, ob eine Operation nötig ist oder nicht. Für die Patienten hat das den Vorteil, dass die gesamte Behandlung aus einer Hand kommt. Sie müssen im Fall einer OP nicht mehr von einer Station auf die andere verlegt werden, sondern bleiben in derselben Abteilung. Dadurch verringert sich die Gefahr, dass Informationen verloren gehen. Auch den Ärzten erleichtert das die Arbeit.

Solche fachübergreifenden Behandlungszentren müssen sich der Kontrolle durch ein externes Prüfinstitut stellen, um ein entsprechendes Zertifikat zu erhalten. Ist die Zertifizierung erfolgreich, steht in regelmäßigen Abständen eine Rezertifizierung an, bei der die Einhaltung der Richtlinien kontrolliert wird. So ist es auch bei dem ebenfalls in der Klinik angesiedelten Brustzentrum der Fall. Die Prüfer schauen sich Prozessabläufe, Wartezeiten und Behandlungsstandards an. Außerdem werden Patienten nach ihrer Zufriedenheit befragt und die Geräte auf den aktuellen Stand der Technik hin inspiziert.

Bei der letzten Qualitätsüberprüfung im Frühjahr konnte das bereits bestehende Darmzentrum an der Sebnitzer Klinik seinen Status nicht nur bestätigen, sondern erweitern: Aus dem bisherigen Darmzentrum wird nun ein zertifiziertes Bauchzentrum. Das Spektrum der interdisziplinär behandelbaren Krankheiten hat sich damit auf den gesamten Bauchraum erweitert.

Neben Erkrankungen des Dickdarms erstreckt sich die Zertifizierung nun unter anderem auf die Behandlung der Galle, der Bauchspeicheldrüse, des Magens oder des Zwölffingerdarms. „Die Prüfstelle hat uns das bestätigt“, erklärt Chirurgie-Oberarzt Ulrich Faust, der das Bauchzentrum gemeinsam mit Hendrik Heise, Oberarzt für Innere Medizin, leitet.