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Geisterspiele? Helfen jetzt allen

Vermutlich rollt der Ball ab Mitte Mai wieder in den Stadien. Warum dieser Beschluss weit über das Fußballgeschäft hinaus ginge - ein Kommentar.

© dpa/Robert Michael, Montage: SZ

Der Profifußball ist mit einem Warnschuss davongekommen. Anfang Mai, so die neuesten Meldungen, soll die nächste TV-Geld-Rate überwiesen werden, insgesamt 304 Millionen Euro für die 36 Klubs der ersten und zweiten Liga. Damit ist die bei einigen Vereinen tatsächlich bestehende Insolvenzgefahr gebannt. Und gespielt wird im Mai sicher auch wieder.

Dass die Saison mit Geisterspielen, also unter Ausschluss von Zuschauern, regulär beendet wird, hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder so deutlich noch nicht gesagt. Doch schon die Formulierung des starken Mannes und Krisenvorangehers aus Süddeutschland, er halte Geisterspiele für denkbar, gibt die Richtung vor. Zudem spricht er von einem sehr guten Hygienekonzept, das die Deutsche Fußball-Liga gerade erstellt.

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Man muss also kein Prophet sein, um vorauszusagen, was in der nächsten Telefonschalte von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten am 30. April beschlossen wird. Auch inmitten der Corona-Krise soll der Ball rollen. Ein Beschluss wäre das, der über das reine Fußballgeschäft hinaus hilft. Söder nennt es psychologische Wirkung. 

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