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Darum leuchtet das Windbergdenkmal rot

Am Montagabend ist das König-Albert-Denkmal auf Freitals Hausberg angestrahlt worden. Die Aktion geschah im Rahmen eines deutschlandweiten Protests.

Das Windbergdenkmal leuchtete am Montagabend rot - aus Protest.
Das Windbergdenkmal leuchtete am Montagabend rot - aus Protest. © Karl-Ludwig Oberthür

Der Windberg sendete ein Zeichen. Die Freitaler sahen rot. Am Montagabend hatten Firmen der Veranstaltungsbranche deutschlandweit dazu aufgerufen, Firmengebäude und Wahrzeichen der Städte in rotes Licht zu tauchen. In Freital engagierte sich die Firma Stageport für die Initiative "Light of Night" und erleuchtete das Windbergdenkmal von 22 Uhr am Montag bis 1 Uhr am Dienstagmorgen. 

Torsten Hausdorf ist mit der Aktion sehr zufrieden. "Es hat alles super geklappt", sagte der Inhaber der Firma Stageport. "Wir haben tolle Resonanz von der Freitalern bekommen." Manche seien sogar eigens zum Windberg heraufgekommen, um das Spektakel aus der Nähe zu sehen.

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Erleuchtung des Windbergdenkmals in Freital: Torsten Hausdorf und seine Mitarbeiter der Firma Stageport,haben am Montag die Technik aufgebaut.
Erleuchtung des Windbergdenkmals in Freital: Torsten Hausdorf und seine Mitarbeiter der Firma Stageport,haben am Montag die Technik aufgebaut. © Karl-Ludwig Oberthür

"Viele haben uns aber auch Fotos geschickt, die sie irgendwo in Freital mit Blick auf den Windberg aufgenommen haben", erzählt Hausdorf. Das sei eine schöne Bestätigung auch für seine Mitarbeiter, die aufgrund der Corona-Einschränkungen genauso wie er selbst im Moment mehr oder weniger zum Nichtstun gezwungen sind.

Die Aktion hatte eine tolle Fernwirkung. Von vielen Stellen in Freital aus war das rote Windbergdenkmal zu sehen.
Die Aktion hatte eine tolle Fernwirkung. Von vielen Stellen in Freital aus war das rote Windbergdenkmal zu sehen. © Karl-Ludwig Oberthür

"Wir haben das alles kostenlos gemacht, es war ja auch in unserem eigenen Interesse." Kostenlos heißt: Aufbau, Betrieb und Abbau der Technik haben die Mitarbeiter von Stageport ehrenamtlich gemacht. Die Technik hat die Firma aus ihren eigenen Beständen genutzt. Der Strom wurde von den Stadtwerken Freital gespendet.

Mehr als 7.000 Gebäude sehen deutschlandweit rot

Auch in anderen Städten in Sachsen und ganz Deutschland gab es ähnliche Aktionen. Insgesamt beteiligten sich bundesweit mehr als 7.000 Unternehmen, die mehr als 7.700 Gebäude beleuchteten.

Die Idee zur "Night of Light" hatte eine Essener Firma. Die Farbe Rot soll symbolisch für die Alarmstufe Rot stehen, die derzeit für die Veranstaltungswirtschaft mit Hunderttausenden Mitarbeitern gilt.

"Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, wie groß unsere Branche ist", sagt Peter Acs von Sam Productions aus Dresden. "Wir laufen oft unter dem Radar." Als Technischer Leiter ist Acs für die Beleuchtung des Lipsiusbaus sowie der Dampfschiffe "August der Starke" und "Gräfin Cosel" verantwortlich. Bereits ab 18 Uhr brachte der 39-Jährige mit einem Team von 15 Technikern rund 150 Scheinwerfer in Stellung. Zum Vergleich: Am Dresdner Fernsehturm kamen gerade 80 LED-Scheinwerfer zum Einsatz, die allerdings bis zu 200 Meter weit leuchten.

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Am späten Abend wurden in vielen anderen Städten markante Gebäude farbig angestrahlt. Dahinter steckt eine ernste Botschaft.

"Unsere Branche war der erste Zweig, dem die wirtschaftliche Grundlage genommen wurde, und sie wird wohl der letzte sein, der sie zurückerhält", sagt Asc. "Wir wollen nicht jammern, aber wir fordern eine gesamtpolitische Lösung und wollen vor allem eins: Bitte betrachtet uns nicht als kleine Einzelunternehmen." 

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