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Das alte Dresden soll wieder entstehen

Wunderbares Dresden heißt die Idee. Dresdner sollen die Chance bekommen, ihre Stadt so wieder aufzubauen, wie sie 1930 aussah auf der Fläche eines Fußballfeldes. In jenem Jahr standen zwischen Albertstadt...

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Wunderbares Dresden heißt die Idee. Dresdner sollen die Chance bekommen, ihre Stadt so wieder aufzubauen, wie sie 1930 aussah auf der Fläche eines Fußballfeldes.

In jenem Jahr standen zwischen Albertstadt und Hauptbahnhof, zwischen Blauem Wunder und Elbbogen am Ostragehege etwa 21000 Wohn- und Geschäftshäuser. Sie sollen im Maßstab 1 zu 87 wieder aufgebaut werden. Das ist ähnlich einer Modelleisenbahnplatte in H0-Größe.

Riesige Halle nötig

Allerdings passt diese Anlage in kein Wohnzimmer, sondern nur in eine riesige Halle. Die müsste schätzungsweise 8000 Quadratmeter groß sein, um neben dem Modell eine Galerie zu platzieren von der aus die Besucher der Ausstellung die Stadt aus der Vogelperspektive betrachten können. Infrage dafür kommen zurzeit nur zwei Standorte: Zum einen befindet sich im Ostra-Gehege gegenüber der Messe die alte Schweinehalle, einst erbaut von Stadtarchitekt Hans Erlwein. Das Gebäude steht zum Verkauf und könnte umgebaut werden. Allerdings braucht es hier voraussichtlich die Zustimmung des Denkmalschutzes.

Zum anderen werden im Rathaus gerade die Pläne für das alte Kraftwerk Mitte entwickelt. Neben der Operette wäre auf der Fläche genug Platz für eine Halle mit den notwendigen Dimensionen. Denn nicht allein das Stadtmodell würde zu der Ausstellung gehören, sondern ebenso Räume für Sonderexpositionen, für Verkaufs- und Serviceeinrichtungen sowie für Modellbauvereine.

Förderverein gegründet

Initiiert hat das Projekt der kürzlich gegründete Föderverein „Wunderbares Dresden“. Die Mitglieder setzen darauf, gemeinsam mit den Dresdnern, mit ihren Vereinen die riesige Anlage entstehen zu lassen. Nach ersten Informationen ist die Idee, dass jedes Haus oder jene Häuser, die dem Dresdner lieb sind, auf der Anlage gestiftet werden können. Nur so wird das gigantische Modellwerk, dessen Kosten in die Millionen gehen, gebaut werden können. Insgesamt drei Jahre soll die Bauzeit sein, könnte damit 2012 eröffnen.

Die Anlage soll dynamisch sein, Straßenbahnen, Standseilbahn, Züge und Schiffe fahren. Allein die Elbe hätte bei der Größe dieser Anlage eine Länge von 150 Metern und wäre an der breitesten Stelle zwei Meter. Die Topografie der Stadt wäre genau nachvollziehbar, Europaweit gibt es mehrere Modellanlage oder Städte in Miniatur. Aber keines hat diese Dimension.

Am kommenden Dienstag wird die Projektidee von den Initiatoren erstmals in der Öffentlichkeit vorgestellt..Peter Ufer