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Das Jolesch in Zittau öffnet wieder

Im frisch renovierten Café in der Hillerschen Villa empfängt das Team die Gäste ab diesem Freitag mit einem neuen Konzept.

Restaurantleiter Jovin Langbein (i.) und Mitarbeiter Jannis Koppatsch sind ab Freitag für die Gäste da.
Restaurantleiter Jovin Langbein (i.) und Mitarbeiter Jannis Koppatsch sind ab Freitag für die Gäste da. © Matthias Weber/photoweber.de

Ab Freitag kann man wieder ins Jolesch einkehren. Die Kneipe in der Hillerschen Villa wird am Abend nach mehrmonatiger Bauzeit neu eröffnet.

Diese Renovierung sei lange geplant gewesen, sagt Geschäftsführer Jens Hommel. Seit Anfang Dezember hatte das Restaurant aufgrund krankheitsbedingter Personalausfälle in der Küche vorübergehend den Abendbetrieb eingestellt.

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Gleich zwei Köche seien ausgefallen, sagt Jens Hommel. Dadurch habe das Jolesch-Team weder den laufenden Betrieb erhalten noch die zahlreichen anstehenden Weihnachtsfeiern garantieren können. Also nutzten sie die Gelegenheit und beschlossen, die sowieso für den Jahresbeginn anstehende Renovierung einfach etwas früher zu beginnen.

In dieser Woche waren sie im Endspurt und legten in der früheren Beletage der Villa letzte Hand an. Sie soll wie bisher auch die Atmosphäre eines Wiener Cafés ausstrahlen. Nachdem die obere Etage bereits seit einiger Zeit in frischem Glanz erstrahlt, sollte auch die untere eine Farbkur bekommen.

Raumausstatter Armin Rößler beim Anbringen des neuen Stoffs.
Raumausstatter Armin Rößler beim Anbringen des neuen Stoffs. © Matthias Weber/photoweber.de

Architektin Anka Böthig hat die Farbgebung für das neue Konzept an die lange Historie des Hauses angelehnt und für die Wände eine traditionelle Kaltpresstechnik mit Marmormehlen und natürlichen Pigmenten ausgewählt. Die Wände sind nun beinah so glatt wie echter Marmor. Zum Glück gab es in der Hillerschen Villa einen gelernten Maler, der diese Arbeiten mit dem nötigen Geschick und vor allem Ruhe ausgeführt hat, so die Architektin. Anders wäre diese aufwendige Wandgestaltung nicht realisierbar gewesen. 

Im Foyer wurden die Kassetten in der Holzvertäfelung mit einem zeitgenössischen Stoff bespannt und in der Garderobe kann man oberhalb der Vertäfelung nun gleich zwei verschiedene Farbfassungen entdecken. Die überall sichtbaren Spuren der Handwerker sind dabei gewollt und weisen auf die Historie des Hauses hin, sagt Jens Hommel. Das Haus sei jedoch kein Museum. Daher haben sie auch Dinge gesucht, die sich zwar in seine Geschichte einpassen, aber dennoch modern sind. Ein Beispiel dafür ist der Kronleuchter aus Reagenzgläsern.

Der Biergarten bleibt wie gewohnt, wird jedoch durch neu gepflanzte Büsche besser gegen die Straße abgeschirmt. Umgewöhnen müssen sich die Raucher, denn der Wintergarten ist nun rauchfreie Zone. Sie können jetzt draußen in einem extra aufgestellten Pavillon ihrer Leidenschaft nachgehen.

So sieht das Café nach der Renovierung aus.
So sieht das Café nach der Renovierung aus. © Matthias Weber/photoweber.de

Auch in der Küche wird das neue Konzept umgesetzt, welches der kaufmännische Leiter Karl Strauss als „Weniger ist mehr“ umschreibt. Das bedeutet, dass sie die Qualität erhöhen und zudem saisonal und überwiegend biologisch kochen wollen. Zudem beziehen sie jetzt ihre Waren von regionalen Produzenten. Welche das sind, soll in Zukunft auf der Internetseite der Hillerschen Villa stehen.

Die Karte soll je nach Saison bis zu viermal im Jahr wechseln. Das gilt sowohl für Speisen als auch Getränke. Neu im Angebot ist Bier aus Cvikov. Es gibt im Jolesch altbekannte Gerichte wie Strudel mit Geschnetzelten genauso wie neue Angebote wie zum Beispiel Forelle.

Am Freitag will das Team der Hillerschen Villa die erfolgreiche Renovierung des Jolesch gemeinsam mit ihren Gästen feiern. Los geht es 18 Uhr mit einem kleinen Empfang und der Eröffnung einer Fotoausstellung des Zittauer Fotografen Rafael Sampedro. Am Abend spielt der Lückendorfer Musiker Christian Fischer.

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