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Eine Glasbrücke für das Dippser Rathaus

Die Gestaltungsvorschläge für den Umbau des Apothekengebäudes am Markt liegen vor. Eine Brücke in Form eines Bergkristalls wäre der Clou.

Große Pläne hat Dipps mit dem Gebäude neben dem Rathau. Das wird zum Technischen Rathaus umgestaltet und mit dem Rathaus verbunden. Auf ganz besondere Weise.
Große Pläne hat Dipps mit dem Gebäude neben dem Rathau. Das wird zum Technischen Rathaus umgestaltet und mit dem Rathaus verbunden. Auf ganz besondere Weise. © Karl-Ludwig Oberthuer

Ein großer Bergkristall soll künftig das Dippoldiswalder Rathaus zieren und auch praktischen Nutzen ringen: Er soll das Haus mit dem Nachbargebäude verbinden. Dort wird derzeit der Umbau zum Technischen Rathaus vorbereitet. Für die Bürger hat das den Vorteil, dass sie bald die verschiedenen Abteilungen der Stadtverwaltung wieder an einem Ort erreichen können.

Die Idee gehört zum Stadtsanierungskonzept für Dipps. Ende 2018 hat die Stadt das Gebäude neben dem Rathaus, in dem auch die Löwen-Apotheke eingemietet ist, der Kommunalen Wohnungsgesellschaft Dippoldiswalde für 120.000 Euro abgekauft. Das Haus ist um 1850 gebaut worden. Innen sind wahrscheinlich noch ganz alte Mauern enthalten. Nun hat das Planungsbüro Mehnert und Georgi aus Radebeul dem Stadtrat Gestaltungsideen vorgeschlagen.

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Haus steht auf der Denkmalliste

Für die Planer war das eine knifflige Aufgabe. Denn das ganze Ensemble mit dem Vordergebäude, wo die Verkaufsräume der Apotheke sind, und den rückwärtigen Anbauten steht auf der Denkmalliste. Also muss jede Veränderung genehmigt werden. Und zu verändern ist einiges in dem Haus, wenn es künftig als Verwaltungsgebäude genutzt werden soll.

Eine Veränderung wird sicher sehr auffällig. Rathaus und Technisches Rathaus sollen miteinander verbunden werden. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung können dann wie in einem Gebäude auf kurzen Wegen von Büro zu Büro gehen, ohne ins Freie zu müssen. Außerdem wäre es im Brandfall immer möglich, über diese Brücke ins andere Gebäude auszuweichen. Und die Planer haben sich eine besondere Gestaltung einfallen lassen. Die Brücke könnte aus Glas gestaltet und oben angeschrägt werden – in der Form eines Bergkristalls. Die Lösung hätte nur einen Nachteil: Im jetzigen Rathaus wären größere Umbauten erforderlich.

Nächstes Frühjahr soll der Bau beginnen

Ein zweiter Punkt, der von außen wahrnehmbar sein wird, ist eine Rampe, die barrierefrei zur Apotheke führt. Die könnte auf der ganzen Länge vorne am Gebäude entlangführen und würde daher wenig stören. Die Apotheke soll weiterhin im Erdgeschoss bleiben. Die Verwaltung will nur die oberen Etagen nutzen. 

Andere Bauarbeiten werden eher im Inneren des Gebäudes laufen. So muss das Dachgebälk saniert werden. Teilweise ist es sparsam gebaut worden. Die Dachsparren haben sehr große Abstände. Dann haben spätere Generationen eingegriffen, und auch Schädlinge haben sich an dem Holz zu schaffen gemacht. Hier ist also viel zu tun, damit das künftige Technische Rathaus ein sicheres Dach erhält. Teilweise müssen auch die Raumhöhen verändert werden.

Hinter der Apotheke ist noch ein Innenhof, derzeit nur eine triste Betonfläche. Die Planer schlagen vor, die Mauer zum Rathaus hin abzureißen und damit den Innenhof zu öffnen. Dann würde hier ein kleiner öffentlicher Bereich entstehen, der zusammen mit dem alten Feuerwehrhaus genutzt werden könnte. Die Planer bringen dafür die Idee ins Spiel, hier den Tourismusverband unterzubringen und öffentliche Toiletten einzurichten. 

Eine erste Kostenschätzung für das gesamte  Vorhaben kommt auf 3,3 Millionen Euro Baukosten, die aber zum großen Teil aus Mitteln der Stadtsanierung gefördert werden.

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Jetzt wollen die Planer das Projekt weiter vorantreiben, damit sie im Oktober die Baugenehmigung beantragen können. Dann sollte Anfang nächsten Jahres die Ausführungsplanung vorliegen, sodass ab Februar die ersten Aufträge ausgeschrieben werden könnten. Der Baubeginn ist für Mai 2021 vorgesehen. Ein gutes Jahr später, im September 2022, soll das Technische Rathaus der Stadt Dippoldiswalde fertig sein. 

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