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Das Döbelner Finanzamt öffnet wieder

Eine telefonische Anmeldung ist trotzdem noch erforderlich. Die Behörde verzeichnet viele Anträge aus Steuererleichterung.

73 Bedienstete arbeiten im Finanzamt Döbeln. Knapp ein Viertel davon kann die Möglichkeit des Homeoffice nutzen.
73 Bedienstete arbeiten im Finanzamt Döbeln. Knapp ein Viertel davon kann die Möglichkeit des Homeoffice nutzen. © Dietmar Thomas

Döbeln. Die Informations- und Annahmestelle des Döbelner Finanzamtes ist ab Montag wieder für Besucher zu erreichen. Wie Amtsvorsteherin Stefanie Rehwagen informiert, sollten Besucher sich jedoch vorher telefonisch in dem Amt anmelden, bevor sie die Einrichtung aufsuchen. Damit sollen Wartezeiten vermieden und das Infektionsrisiko verringert werden. Der Besucherbereich sei zudem den gültigen Anforderungen angepasst worden.

Nach wie vor nutzen noch einige, vor allem ältere Döbelner die Anlaufstelle an der Burgstraße, sagt Amtsvorsteherin Rehwagen. Obwohl inzwischen viele Anliegen online bearbeitet werden können. Wer jedoch die Erklärung in Papierform einreichen möchte, der muss sich die notwendigen Vordrucke nicht mehr in der Behörde abholen. Aufgrund der aktuellen Situation werden die Unterlagen auch zugeschickt. 

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Nötig ist dafür ein schriftlicher Antrag via Post oder Mail oder ein Anruf, informiert Rehwagen. „Das betrifft vor allem den in 2019 neu eingeführten Vordruck zur vereinfachten Erklärung zur Veranlagung von Alterseinkünften für Pensionäre und Rentner“, sagt sie. Sind die Unterlagen ausgefüllt, dann können sie in den Briefkasten des Finanzamtes gesteckt werden.

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Im März hatte die Behörde für den gesamten Besucherverkehr geschlossen. Geruht hat die Arbeit in dem Gebäude allerdings nicht, wenn es auch coronabedingte Einschränkungen gegeben hat. So befanden sich zwischenzeitlich einige Mitarbeiter aufgrund der Kinderbetreuung im Homeoffice. Etwa ein Viertel der Bediensteten arbeitet derzeit noch von zu Hause aus, sagt Stefanie Rehwagen.

Steuererklärung zügig bearbeitet

Auf die Bearbeitung der Steuererklärungen habe all das keine Auswirkung. „Die 73 Bediensteten bearbeiten die eingehenden Steuererklärungen zügig, damit die Arbeitnehmer so schnell wie möglich ihre Erstattungen erhalten. Coronabedingte Verzögerungen in der Bearbeitung sind dabei nicht zu beobachten“, sagt die Amtsvorsteherin.

Deutlich sei jedoch die Zunahme an Anträgen von Unternehmen in der Region, die eine Steuererleichterung benötigen. Die schnelle Abarbeitung der Anträge habe Vorrang, sagt die Amtsvorsteherin. Möglich ist die Steuererleichterung zum Beispiel durch zinslose Stundung oder eine Anpassung der Vorauszahlungen. „Ebenfalls ist die Verrechnung absehbarer Verluste mit Vorjahresgewinnen sowie die Herabsetzung etwaiger Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen für das Jahr 2020 nachträglich auf null Euro möglich“, ergänzt Stefanie Rehwagen. Bis Ende Mai seien doppelt so viele Anträge auf Stundungen im Finanzamt Döbeln eingegangen wie im gesamten Jahr 2019, erklärt Rehwagen. Konkrete Zahlen darf sie jedoch nicht sagen.

530 Millionen Euro Steuerentlastung

Der Trend ist in ganz Sachsen zu spüren. Allein bis Ende April haben die sächsischen Finanzämter 52.700 Hilfsmaßnahmen bewilligt und den Unternehmen damit 530 Millionen Euro steuerliche Entlastung gewährt. Am häufigsten in Anspruch genommen worden sei bisher die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen.

Kontakt Finanzamt: 03431 653337

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