merken
PLUS

Das Ende eines Missverständnisses

Der 1. FC Nürnberg entlässt drei Spieltage vor Schluss seinen Trainer. Die Kontrahenten greifen zu anderen Maßnahmen.

© dpa

Von Peer Lasse Korff

Der 1. FC Nürnberg schmeißt den Trainer raus, der Hamburger SV flüchtet in einen schwäbischen Luxuspalast, und Eintracht Braunschweig kaserniert sich in Brandenburg ein: Im Saisonendspurt der Fußball-Bundesliga greifen die Kellerkinder mit verzweifelten Maßnahmen nach dem letzten Strohhalm.

Familie
Vater, Mutter und Kinder
Vater, Mutter und Kinder

sind eine wunderbare Kombination. Sie kann viel Spaß machen, aber auch Arbeit und Ärger. Tipps, Tricks und Themen zu allem, was mit Familie und Erziehung zu tun hat, gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de.

„Wir sind der Überzeugung, dass wir mit dieser Entscheidung noch einmal etwas freisetzen können“, sagte FCN-Manager Martin Bader gestern zur Entlassung von Chefcoach Gertjan Verbeek. Im Kampf gegen den Abstieg ist der Wechsel zum Duo Roger Prinzen und Marek Mintal wohl die letzte Patrone des Vereins. Außerdem soll ein Kurztrainingslager noch in dieser Woche für die nötige Konzentration und Anspannung sorgen. Davon hatte der als stur und schroff im Umgang geltende Verbeek nichts gehalten. „Wir müssen dahin kommen, dass wir allen Spielern sagen: Gebt euren Frauen Fotos von euch, weil ihr sie in den nächsten drei Wochen nicht seht“, erklärte Bader.

Auch in Hamburg und Braunschweig soll der Teamgeist gestärkt werden. „Wir haben uns dazu entschlossen, um uns als Mannschaft vor den letzten drei Endspielen einzuschwören und uns in Ruhe auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten“, sagte Braunschweigs Sportlicher Leiter Marc Arnold. Der Tabellenletzte bezog gestern ein Kurz-Trainingslager im brandenburgischen Neuruppin.

Deutlich angespannter ist die Stimmungslage beim wankenden Bundesliga-Dino Hamburger SV. Nur noch ein Heimspiel hat der chronisch auswärtsschwache HSV – und das ausgerechnet gegen den FC Bayern. So wird das Duell am Sonntag beim FC Augsburg schon zum echten Endspiel um Relegationsplatz 16. Um endlich den ersten Auswärtssieg seit dem 27. Oktober zu erkämpfen, beziehen die HSV-Profis ihr Quartier in der Augsburger Innenstadt bereits 48 Stunden vor dem Spiel. „Stuttgart hat vier Punkte Vorsprung. Die Relegation ist jetzt das große Ziel, da muss man realistisch sein“, sagte Nationalspieler Marcell Jansen, der nach überstandener Sprunggelenkverletzung der Hoffnungsträger bei den Hamburgern ist. (sid)