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Das erwartet Dynamo im Trainingslager

Der Gipfel der Entspannung? Cheftrainer Fiel kündigt harte, intensive Arbeit an. Doch schon die Anreise ist ein Kompromiss.

Die Tirol Therme in Längenfeld rund 15 Kilometer vorm Skigebiet Sölden bezieht Dynamo in den nächsten neun Tagen.
Die Tirol Therme in Längenfeld rund 15 Kilometer vorm Skigebiet Sölden bezieht Dynamo in den nächsten neun Tagen. © Hotel

Zuerst die wichtigste Nachricht für Kurzentschlossene: Es sind noch Zimmer frei in den Tirol Thermen Längenfeld, bei Einheimischen kurz der Aqua Dome. Das Doppelzimmer Auszeit in dem Vier-Sterne-Superior-Hotel, das Dynamo Dresden ab Donnerstag bis Freitag nächster Woche bezieht, gibt es für rund 200 Euro pro Person und Nacht. Samt Blick ins Grüne, Halbpension und selbstverständlich kostenfreier Nutzung des großzügigen Spa-Bereichs.

Es lässt sich also aushalten, auch die gut 700 Kilometer entfernt von Dresden.

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Den vom Hotel-Marketing angepriesenen Gipfel der Entspannung werden allerdings zumindest die Fußballer in den nächsten neun Tagen im Ötztal, etwa 75 Kilometer entfernt von Innsbruck, kaum erreichen – jedenfalls nicht nach den Worten des Trainers. Von harter, intensiver Arbeit hat Cristian Fiel gesprochen, wozu er jeden Spieler herzlich einlade. Wer darauf jedoch keine Lust habe, erklärte der 39-Jährige noch vor Beginn der Sommerpause, bekomme ein Problem mit ihm. Und das klang dann schon nicht mehr nur nach bloßer Ankündigung.

Tatsächlich wird es spannend zu beobachten sein, wie Fiel in seiner ersten Saisonvorbereitung als Cheftrainer im Männerbereich agiert, wie er den Kompromiss schafft zwischen Kondition sammeln, dem notwendigen Übel, und Fußball spielen. Mit Betonung auf Spielen. Das ist sein zentraler Ansatz- und Ausgangspunkt aller Übungen.

Ein erster Kompromiss, wenn man so will, ist bereits die Anreise – mit Flugzeug und Bus und zeitig aufstehen. Um fünf Uhr fährt die Mannschaft zum Flughafen, hebt 6.05 Uhr Richtung München ab und bestreitet die verbleibenden 220 Kilometer bis nach Längenfeld wieder mit dem Bus. Dabei muss man anmerken: Bei der SG Dynamo handelt es sich um einen aufstrebenden Fußball-Zweitligisten, der seinen Spielern zunehmend professionellere Bedingungen bieten muss, nicht um einen Klimaschutzverein.

Für 16 Uhr hat Fiel jedenfalls die erste Trainingseinheit im Camp angesetzt, der gepflegte Rasenplatz, auf dem sich auch schon der Hamburger SV auf die Saison einstimmte, ist fußläufig erreichbar. Dass der HSV dann 2018 auch erstmals aus der Bundesliga abgestiegen ist – muss ja für Dynamo kein schlechtes Omen sein.

Nach der Weiterverpflichtung von Dzenis Burnic reisen die Dresdner mit 25 Spielern ins Ötztal, Kapitän Marco Hartmann inklusive. Vor Ort wird er dann – wie so oft in den vergangenen zwei, drei Jahren – mit Physiotherapeut und Reha-Trainer Tobias Lange ein individuelles Programm absolvieren, einen Fitnessraum bietet die Hotelanlage schließlich auch. Die kürzeste Anfahrt hat indes Sascha Horvath. Der Österreicher kommt direkt aus dem Urlaub, nachdem er während der Sommerpause mit der U 21 seines Landes noch die Europameisterschaft gespielt hat.

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Insgesamt umfasst der Dynamo-Tross also gut 30 Personen. Zwei, drei Zimmer hat der Verein dennoch extra reserviert, sicher ist sicher. Zum einen reist Sportchef Ralf Minge am Samstag nach, zum anderen könnte unter den Kurzentschlossenen ja auch noch ein Neuzugang sein.