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Das Geheimnis des Weihnachtssterns

Die Färbung der Blätter kann man selbst steuern. Dafür braucht die Pflanze Dunkelheit.

Von Annett Damm

Die aus Mexiko stammende Pflanze findet man um die Weihnachtszeit fast in jedem Wohnzimmer. Die sogenannten farbigen Hochblätter werden gern mit den Blüten verwechselt. Diese sind jedoch nur unscheinbar klein und haben nur eine kurze Lebensdauer gegenüber den Hochblättern. Beim Kauf eines Weihnachtssterns (auch Euphorbia) erkennt man an den winzigen Blüten die Frische der Pflanze.

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Die Färbung der Hochblätter entsteht durch eine Belichtung von unter zwölf Stunden täglich. Man kann also die Farbe der Pflanze steuern. Wer also noch einen Weihnachtsstern vom letzten Jahr weiter kultiviert hat, wird unter normalen Lichtverhältnissen noch keine gefärbten Hochblätter und Blüten haben. Stellen Sie die Pflanzen jetzt zwölf Stunden absolut dunkel, tritt die Färbung bis Weihnachten ein. Normalerweise sollte man im Oktober mit dem Hell-Dunkel-Rhythmus beginnen.

Und jetzt noch ein paar Pflegetipps. Der Weihnachtsstern möchte eine gleichmäßige Feuchtigkeit aber keine Staunässe, er verträgt keine Temperaturen unter 18 Grad (schon beim Kauf und Transport muss die Pflanze gut verpackt sein) und über 25 Grad. Er mag aber auch keine direkte Heizungsluft, Zugluft und keine direkte Sonne, das Besprühen der grünen Blätter verträgt er sehr gut.

Bei Weiterkultur werden die Pflanzen im Frühjahr stark zurück geschnitten, in frische Erde gesetzt, im Sommer gedüngt und möglichst ins Freie gestellt. Ab Oktober sollten die kräftigen Pflanzen dann wieder 12 Stunden dunkel stehen. Der Milchsaft der Pflanzen ist giftig, deshalb sollten die Pflanzen außer Reichweite von Kindern und Haustieren platziert werden.