SZ +
Merken

Das Getreide eine Woche lang aufs Korn genommen

Vieles, was der Mensch an Nährund Ballaststoffen benötigt, steckt in den Getreidekörnern. Im Rahmen der Sächsischen Ernährungswoche können Interessenten viele spannende Dinge über Anbau und Verarbeitung eines der ältesten Grundnahrungsmittel erfahren.

Teilen
Folgen

Von Angelika Hoyer

Lange bevor am Familientisch zur Frühstückssemmel gegriffen wird, haben sich viele Menschen mit dem Getreide, einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel, beschäftigt. Züchter haben vielleicht neue Getreidesorten entwickelt oder schon vergessene wieder entdeckt. Landwirte auf geeigneten Böden die entsprechenden Arten angebaut und Bäcker neue Brotsorten ausprobiert. Mit einem Besuch bei den Produzenten beginnt heute 16.30 Uhr in der Milchviehanlage Niederoderwitz die erste von vier Veranstaltungen, die den Weg des Getreides vom Korn zum Brot einmal aufzeigen. Heute geht es während einer Exkursion rund um Aussaat, Ernte, Pflege und Düngung. Am morgigen Dienstag können sich Interessenten an diesem kostenlosen Informationszyklus, ebenfalls 16.30 Uhr, in der Berthold-Mühle an der Dorfstraße in Oberoderwitz einfinden. Dort erfahren sie, wie der Müller aus unterschiedlichen Sorten und Qualitäten Mehl herstellt und können dem Müller natürlich auch einmal über die Schulter schauen. Am Mittwoch können sich Neugierige und natürlich auch die Teilnehmer der vorangegegangenen Exkursionen an der Bäckerei Paul in Herrnhut einfinden. Treff ist wieder 16.30 Uhr. An diesem Tag geht es um die richtigen Zutaten für das Brot und das Geheimnis eines guten Sauerteigs. Auch, was bei einer Brotprüfung passiert, wird verraten. Zum Abschluss der Aktionswoche lädt der Veranstalter, das Staatliche Amt für Landwirtschaft Löbau, in seine Demonstrationsküche an der Georgewitzer Straße 50 ein. Hier können die Teilnehmer ab 16.30 Uhr einiges über alte Kornsorten wie Hirse, Dinkel und Buchweizen sowie Speisen und Gerichte, die daraus zubereitet werden, erfahren. Hier wird für die Verkostung der Speisen allerdings ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben. Da in den Betrieben, die bei den einzelnen Veranstaltungen besucht werden, nicht unbegrenzt Plätze zur Verfügung stehen, bittet das Landwirtschaftsamt – insbesondere wenn Gruppen teilnehmen möchten – um eine kurze Voranmeldung unter 03585/45 43 0.