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Das Hightech-Rad ist wieder in Pulsnitz

Ironman Markus Thomschke hat sein teures Wettkampfgerät zurück. Er bedankt sich. Die öffentliche Aufregung habe bei der Suche auf alle Fälle geholfen.

OSSV-Langstreckentriathlet Markus Thomschke aus Friedersdorf bei Pulsnitz hat nach drei Wochen Suche sein Hightech-Wettkampfrad wieder. Er bedankt sich bei allen, die geholfen haben.
OSSV-Langstreckentriathlet Markus Thomschke aus Friedersdorf bei Pulsnitz hat nach drei Wochen Suche sein Hightech-Wettkampfrad wieder. Er bedankt sich bei allen, die geholfen haben. © privat

Kamenz. Erfreulicher Kunde aus Can Picafort auf Mallorca. Hier ist Markus Thomschke, Triathlonprofi aus Friedersdorf, derzeit im Trainingslager, das er praktischer Weise mit einem kleinen Familienurlaub mit Frau Aniko und den beiden kleinen Kindern verbinden konnte. 

"Die öffentliche Suche hat sich gelohnt“, schreibt der 35-Jährige per Mail an die SZ in Kamenz. „Mein Wettkampfrad ist wieder da.“

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Die SZ hatte in der vergangenen Woche von der Facebook-Aufregung um das verschwundene, sehr teure Hightech-Bike (im fünfstelligen Eurobereich) berichtet. Das Fahrrad, mit dem 2018 Trainingskamerad Patrick Lange in Hawaii zum ersten Mal Ironman-Weltmeister geworden war, war nach dem Ironman in Irland nicht mit in der Lufthansamaschine gewesen. 

Bei der Fluggesellschaft hatte man bereits die Schultern gehoben, was Markus zum Schritt in die Öffentlichkeit veranlasste. Jetzt schreibt er: „The Bike is back! Es passieren doch noch Wunder! Nach fast drei Wochen hab ich mein Bike nun endlich wieder zurück – und das habe ich vielen zu verdanken!“ Markus ist sich sicher, dass vor allem auch die öffentliche Aufregung, also ihre enorme Reichweite dazu beigetragen hat, den Vermisstenfall zu lösen.

 Bereits in der vergangenen Woche hatte der OSSV-Triathlet die Vermutung (eigentlich die Hoffnung) geäußert, dass sein Rad noch irgendwo in Irland herumstehen könnte. Und das hat sich nun bewahrheitet. „Es stand tatsächlich in einem Kämmerchen bei Ryanair in Dublin. Da ich mit Lufthansa geflogen bin, kann sich keiner erklären, wie es dahin gekommen ist.“ Er bedankt sich jetzt ausdrücklich auch beim „Spezial-Koffer-Suchteam“ der Lufthansa in München, das sicherlich auch wegen der öffentlichen Aufregung nun besonders intensiv mitgesucht hatte. Das Rad ist inzwischen in Pulsnitz eingetroffen, wo Bruder Patrick schon mal nach den entscheidenden Komponenten geschaut hat. Offensichtlich ist alles in Ordnung.

Noch eine gute Nachricht

Markus bedankt sich aber auch bei der großen Empathie, die er nach der Suchmeldung gespürt habe. „Ich bin überwältigt, die verschiedensten Angebote für Leih-Zeitfahrräder bekommen zu haben, um meine Saison fortsetzen zu können.“ Dies sei nicht selbstverständlich, zeige aber auch, wie die Triathlonfamilie zusammenhalte. Jetzt bereitet er sich auf den nächsten Wettkampf am 11. August in Polen vor.

Aus dem OSSV gab es jetzt noch eine weitere frohe Botschaft. Bernd Klopsch wird im Oktober an der Ironman-WM auf Hawaii teilnehmen. Der 45-Jährige hat sich den Traum beim Ironman in Klagenfurt erfüllt. Und das war angesichts einer schwierigen Vrbereitung mit schwerem Radsturz und diversen Verletzungen nun wirklich nicht zu erwarten gewesen. 

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Über die 3,8 Kilometer Schwimmen im Wörthersee, 180 Kilometer Radfahren „auf wunderschöner Runde“ und den abschließenden Marathon war er eher freudbetont, also ohne Druck an den Start gegangen. Und siehe: Er finishte seinen überhaupt erst zweiten Ironman in starken 9:54:03 Stunden. Das war der 12. Platz in seiner Altersklasse, die mit 500 Startern im Ziel äußerst stark besetzt war. Daraus ergab sich das Hawaii-Startrecht für die ersten Sechs, aber mehrere hatten sich schon qualifiziert oder verzichteten. So konnte sich Bernd am nächsten Tag seinen Hawaii-Slot jubelnd abholen. Gemeinsam mit Freundin Romy Stotz vom TV Moritzburg, die sich bereits im September qualifiziert hatte, wird er nun in Kona starten.

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