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Das ist ein Konflikt, den es nicht gibt

über die Verkehrspolitik der FDP

Tobias Winzer

Auf der Suche nach einer Wählerklientel hat die FDP die Autofahrer für sich entdeckt. Um dort viele Stimmen abzugreifen, braucht es eine entsprechende Drohkulisse und die passenden Feindbilder. Zastrow tut deswegen so, als ob die Autofahrer zu einer bedrohten Spezies gehören. Die schlimmsten Gegner sind die Verkehrsbetriebe, die angeblich viel zu viel Geld vom Staat bekommen und Wissenschaftler, die an den Verkehr der Zukunft denken und dabei den Straßenverkehr vermeintlich benachteiligen.

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Er schürt einen Konflikt, den es nicht gibt. Denn auch in der Wissenschaft gehört es zur allgemein akzeptierten Meinung, dass in den vergangenen Jahren viel zu wenig Geld in den Erhalt von Straßen geflossen ist und dass sich dies ändern muss. Das will Zastrow auch. Und zu der von ihm geforderten Gleichberechtigung von Autos, Fahrrädern, Bus und Straßenbahn gehört eben auch eine andere Wahrheit: Behandelt man alle Verkehrsmittel gleich, wäre Autofahren teurer. Denn die hohen Umweltkosten des Straßenverkehrs zahlt heute nicht nur der Autofahrer selbst, sondern sie werden über Steuern von allen getragen.