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Das ist Sachsens schlimmste Steuerverschwendung

In Dresden baute der Freistaat ein Containerdorf für Asylbewerber - das nie genutzt wurde. Das bringt dem Land nun eine zweifelhafte Ehrung.

Die Container sind inzwischen abgebaut.
Die Container sind inzwischen abgebaut. © René Meinig

Dresden. Der Bund der Steuerzahler Sachsen hat auch in diesem Jahr zu einer öffentlichen Abstimmung über die größte Steuerverschwendung im Freistaat aufgerufen. Neben den 4.000 Mitgliedern des sächsischen Steuerzahlerbundes konnten daran bis zum 28. Oktober auch alle Steuerzahler aus dem Freistaat teilnehmen, so Verbandspräsident Thomas Meyer. Zur Auswahl standen dabei insgesamt fünf Fälle der vergangenen Jahre.

Mit 56,7 Prozent der Stimmen votierten die meisten Teilnehmer für die ungenutzte Asylunterkunft in Dresden. Die Siedlung im Stadtteil Johannstadt aus 525 Containern war vom Land Sachsen angemietet, später gekauft und dann abgebaut worden, ohne dass sie jemals für ihren ursprünglichen Zweck genutzt wurde. 

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Der Bund der Steuerzahler spricht deshalb von einer Steuergeldverschwendung in Höhe von 7,8 Millionen Euro. „Innen- und Finanzministerium haben mit dem Geisterdorf in Dresden alles dafür getan, dass der Freistaat erstmals und unmittelbar den Negativpreis in Empfang nehmen darf“, so Thomas Meyer. Erwartet wird, dass dieser Fall auch im neuen Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler Deutschland auftaucht, das demnächst veröffentlicht werden soll.

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Zur Auswahl für den „Schleudersachsen 2019“ standen neben der Asylunterkunft eine nur zur Hälfte sanierte Brücke, der Abriss und unnütze Wiederaufbau einer denkmalgeschützten anderen Brücke, der Skywalk in Bad Schandau und eine umstrittene Stegsanierung in Meißen. Angaben zur Teilnehmerzahl an der Online-Abstimmung machte der Verein nicht. 

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