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Das Kreuz mit der Kreuzung

Die Entscheidung um die Vorfahrtsregelung an der Freitaler Hopfenblüte wurde vertagt – vorerst.

© Frank Baldauf

Von Yvonne Popp

Autofahrer und Anwohner sind genervt: Die Diskussion um eine erneute Vorfahrtänderung an der Kreuzung „Hopfenblüte“ geht in die nächste Runde. Diese Woche wurde im Bauausschuss zu diesem Thema ausgiebig beraten. Vertreter der Anwohner, der Polizei, der Verkehrsbetriebe und des Rettungsdienstes wurden angehört. Das Ergebnis soll an das Landesamt für Straßenbau und Verkehr weitergeleitet werden. Doch damit fällt noch keine Entscheidung.

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Zurzeit haben am Lokal Hopfenblüte die Autos auf der Karlsruher-/Kohlenstraße den Vorrang. Kommt man aus Freital die Burgker Straße hochgefahren, muss man am Berg anhalten und warten. Von Juni 2010 bis Juli 2013 war das anders. Da befanden sich die Fahrzeuge auf der Strecke zwischen Freital und Dresden auf der Hauptstraße und konnten die steile Strecke ungehindert passieren.

Nun gehen die Meinungen über die heutige Vorfahrtsregelung auseinander. Der Kleinnaundorfer Ortsvorsteher Dietmar Polster macht sich für das Beibehalten der jetzigen Lösung stark. Er befürchtet ein höheres Verkehrsaufkommen in seinem Ortsteil, wenn die Lösung abbiegende Hauptstraße wieder zum Tragen kommt, denn dann hätten die Fahrer – aus Freital kommend – freie Fahrt geradeaus über Kleinnaundorf nach Bannewitz. Auch die Polizei empfiehlt die Vorfahrt auf der Karlsruher-/Kohlenstraße zu lassen und beruft sich dabei auf die Unfallstatistik, der zufolge die Zahl der Unfälle deutlich angestiegen war, als die abbiegende Variante eingeführt wurde.

Dementgegen stehen nun die Stadt, die Verkehrsbetriebe und die Rettungsdienste. Alle drei wollen die abschwenkende Hauptstraße zurück. Die Stadt bevorzugt diese Variante, weil eine Verkehrszählung ergeben hat, dass der größte Teil der Fahrzeuge auf der Burgker und der Karlsruher Straße unterwegs ist. Auch die Verkehrsbetriebe und der Rettungsdienst brachten plausible Argumente für eine erneute Änderung der Vorfahrt an der Hopfenblüte vor.

So führte der Vertreter des DVB aus, dass es weniger Stau auf der Burgker Straße gäbe, wenn diese keine Nebenstraße mehr ist. Im Moment verlieren die Buslinien, die auf dieser Strecke unterwegs sind, rückstaubedingt rund eine Minute pro Fahrt. Auch sollte man den hohen Emissionsausstoß, der durch das Anfahren am Berg entsteht, nicht aus den Augen verlieren. Für die Rettungsdienste sind die wartenden Autos an der Burgker Straße ebenfalls ein Problem, erklärte Eyk Klügel vom DRK. Ein Überholen des Staus ist für die Einsatzfahrzeuge dort immer gefährlich, da die Burgker Straße von oben schlecht einzusehen ist und es für entgegenkommende Autos kaum Ausweichmöglichkeiten gibt.

Unterm Strich kamen im Bauausschuss mehr Argumente für die Wiederherstellung der abbiegenden Hauptstraße zusammen als dagegen. Ursprünglich war diese nur eingerichtet worden, weil die Strecke als Umleitung diente und so der Verkehr in Richtung Dresden schneller abfließen konnte. Inwieweit eine erneute Änderung der Vorfahrt möglich ist, muss nun das Landesamt für Straßenbau und Verkehr entscheiden. Das prüft seinerseits die Sachlage und wird der Stadt Freital eine Empfehlung aussprechen. Wann eine endgültige Entscheidung fällt, ist noch unklar.