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Bautzen

Das lange Warten auf das Gratis-Internet

Eigentlich sollte es in Bautzen längst WLAN-Hotspots geben. Doch die Stadt findet keinen Partner für das Vorhaben.

Auch auf dem Touristikparkplatz an der Schliebenstraße soll freies WLAN kommen.
Auch auf dem Touristikparkplatz an der Schliebenstraße soll freies WLAN kommen. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Mit der Einrichtung von WLAN-Hotspots tut sich die Stadt Bautzen schwer. Schon seit Jahren versprechen die Mitarbeiter im Rathaus, dass die Bautzener an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet bald gratis surfen können. Doch passiert ist nichts. Ein großes Problem konnte bis heute nicht gelöst werden. „Da trotz intensiver Suche und mehrerer Anläufe bisher noch kein Partner gefunden werden konnte, wird das Projekt in diesem Jahr neu ausgeschrieben“, teilt Stadtsprecher André Wucht mit. Die Vorbereitungen dazu laufen. Erfolgen kann die Ausschreibung aber erst, wenn der Haushalt genehmigt ist.

Nicht nur der Partner für das Projekt fehlt, unklar ist auch, wie teuer die WLAN-Hotspots am Ende werden. Welche Technik findet Anwendung, wie ist die Stromversorgung geregelt, wie lässt sich die Anbindung an das Internet umsetzen – erst, wenn diese Fragen geklärt sind, steht auch die Höhe der Kosten fest. Klar ist hingegen schon, wo die Hotspots errichtet werden . Vor allem touristisch relevante Orte möchte die Stadt mit dem freien WLAN ausrüsten. Der Hauptmarkt, der Kornmarkt, der Postplatz und der Touristenparkplatz an der Schliebenstraße gelten als gesetzt. Auch der Bahnhof ist im Gespräch. Angedacht ist, dass die Menschen ein bis zwei Stunden das kostenlose Internet nutzen können. Allerdings nur am Tag. In den Nachtstunden soll das Netz abgestellt werden. Schon seit 2014 beschäftigt man sich im Rathaus mit dem Thema. 2018 teilte die Stadt mit, man werde mit Anbietern sprechen. 2019 war man immer noch damit beschäftigt. Die Umsetzung sei schwierig, deshalb dauere die Angebotserstellung länger, teilte der Wirtschaftsförderer der Stadt, Alexander Scharfenberg, damals mit. Schwierig deshalb, weil zum Beispiel für das kostenlose Internet teilweise neue Kabel an historischen Gebäuden verlegt werden müssen. In solchen Fällen spielt der Denkmalschutz eine Rolle.

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Während Bautzen immer noch mit der Planung beschäftigt ist, haben andere Kommunen längst gehandelt. Städte wie Pirna, Meißen und Bischofswerda machen es vor. Dort können Besucher das Smartphone zücken, den Wetterbericht oder den Facebook-Account anschauen, ohne das eigene Datenvolumen strapazieren zu müssen.

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