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Das Leben geht weiter, trotz Corona

Das Virus stellt unser Leben auf den Kopf. Manche verwirklichen gerade jetzt Ideen. Diese Zuversicht brauchen wir noch mehr, kommentiert SZ-Redakteur Ingo Kramer.

Von Ingo Kramer
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© Nikolai Schmidt

Geplant war das so alles nicht, weder bei Sebastian Hübscher und Carina Kopke in Görlitz noch bei Martin Schröter in Niesky. Ein neues Gewerbe starten wollten sie in diesem Jahr, aber dass sich das zeitlich ausgerechnet mit der Corona-Krise überlappt, davon konnten sie nicht ausgehen.

Jetzt aber ziehen sie durch, was sie begonnen haben. Das ist gut so: Es ist ein Zeichen, dass mitten in dieser Corona-Zeit das Leben weitergeht und dass Menschen mit Ideen das Leben und damit auch die Pandemie im Kreis meistern. Das gelingt freilich nur denen, die den Kopf nicht in den Sand stecken, sich von der Situation nicht beirren lassen.

Es braucht ein bisschen Geduld

Klar, momentan dauert vieles ein bisschen länger, weil dieses oder jenes nicht lieferbar ist. Aber mit ein bisschen Geduld wird das schon. Und mal ganz ehrlich: Warum sollten Menschen wie Sebastian Hübscher, Carina Kopke und Martin Schröter ihre Pläne jetzt auch ruhen lassen? Was sie machen, findet immer Nachfrage. Möbel werden auch jetzt gebraucht. Und Eis kann zu jeder Zeit das Leben versüßen. Zumindest Letzteres wurde auch gleich in den ersten Tagen nach Eröffnung der Eisdiele sichtbar: An Kundschaft mangelt es nun wirklich nicht, Junge und Alte gleichermaßen wollen Eis essen, manche Kunden holen sich sogar jeden Tag eine Kugel.

Eisessen ist so wunderbar normal. Vielleicht braucht es diese normalen Dinge gerade jetzt, wo vieles andere eben nicht mehr normal läuft. Vielleicht sehnen sich die Menschen jetzt umso mehr nach solchen Erlebnissen. Uns allen ist zu wünschen, dass die Corona-Zeit schnell vorbeigeht – und den Existenzgründern, dass sie dauerhaft gefragt bleiben.

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