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Das Nein ist kein Nein

über die Abstimmung zum Schützenhaus

Carina Brestrich

Das Schützenhaus in Beiersdorf ist alles andere als ansehnlich. Das Dach ist ein Flickwerk, der graue Putz bröckelt, und noch viel schlimmer: die Holzbalken sind spröde, das Gebäude zunehmend instabil. Dass da etwas unternommen werden muss, darüber besteht kein Zweifel. Die Frage ist vielmehr: Sollten die Beiersdorfer dazu gezwungen werden, Geld zu einer Sanierung beizusteuern?

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Es ist nachvollziehbar, dass die Gemeinde bei ihrer nicht gerade üppigen
Finanzlage nach diesem Strohhalm greift, um das Gebäude vor dem Abriss zu bewahren. Doch wie sich jetzt bei der Abstimmung gezeigt hat, ist es das falsche Ende des Strohhalms. Denn die Entscheidung der Beiersdorfer bedeutet nicht, dass den Einwohnern ihr Veranstaltungshaus egal ist. Sicher gibt es solche auch – doch viele wissen um die Bedeutung, die eine Dorfgemeinschaftszentrum für jeden Ort hat. Sie sind gerade für Vereine wichtig. Und die halten eine Gemeinde bekanntlich am Leben.

Das Nein der Beiersdorfer ist daher kein Nein zum Schützenhaus. Es ist der Tonfall, der entscheidet. Und der war jetzt der falsche.