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Das optimierte Krankenhaus

Im Krankenhaus Arnsdorf wurde ein zentrales Belegmanagement eingeführt, was für Patienten wie Ärzte Vorteile hat.

Im Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf wurde nun ein zentrales Belegungsmanagement eingeführt. Künftig fielen Wartezeiten geringer aus, so Belegungsmanager Michael Rasche (r.) und der Stellvertretende Verwaltungsdirektor Henrik Fischer.
Im Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf wurde nun ein zentrales Belegungsmanagement eingeführt. Künftig fielen Wartezeiten geringer aus, so Belegungsmanager Michael Rasche (r.) und der Stellvertretende Verwaltungsdirektor Henrik Fischer. © Kristin Richter

Arnsdorf. Auch in einem Krankenhaus wie dem in Arnsdorf ist es überaus wichtig, wenn man das große Ganze im Blick behält. Oder mit anderen Worten: Nach Möglichkeit gilt es da, einen reibungslosen Ablauf bei der Behandlung der Patienten zu gewährleisten. In der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Sächsischen Krankenhauses Arnsdorf, die über 185 vollstationäre und 55 teilstationäre Betten verfügt, war die dort natürlich zwar bisher immer gewährleistet. Doch mit der Einführung eines neuen zentralen Belegmanagements (ZBM) soll nun vieles noch besser, noch zeitsparender ablaufen. Soll etwa die Vergabe der Betten an die Patienten noch besser koordiniert werden.

Waren dort bei der Patientenaufnahme bisher vor allem die Oberärzte der Klinik mit eingebunden, können sich diese nun, so der Stellvertretende Verwaltungsdirektor Henrik Fischer, künftig wieder ihren eigentlichen Aufgaben zuwenden. Denn vor der Einführung des neuen Belegmanagements nahm in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie die Planung bei der Patientenaufnahme doch schon „recht viel Zeit“ in Anspruch, so Belegungsmanager Michael Rasche.

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Seit Anfang August 2019 gehören übermäßig lange Wartezeiten bei der Patientenaufnahme, bei der Koordination und Organisation der Betten der Vergangenheit an. „Wir wollen auf diese Weise auch mehr Verbindlichkeit herstellen“, meint Michael Rasche. Dazu habe man im Haus eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Dort kümmern sich nun zwei erfahrene Fachschwestern, Uta Brandt und Ilona Hagelgans, um die Aufnahme. Nehmen Fragen und Wünsche der Patienten entgegen. Der Vorteil des ZBM: Wartezeiten bei teil- oder vollstationären Aufenthalten entfallen, eine zeitnahe Bearbeitung der Patientendaten wird durchgeführt, die Patienten erhalten alle wichtigen Informationen und Unterlagen zum Krankenhausaufenthalt in Arnsdorf mittels einer umfassenden Sammelmappe.

Neuland für viele Kliniken

Mit dieser zentralen Anlaufstelle wolle man auch für mehr Vertrauen bei den Patienten sorgen. „Das ist für diejenigen, die zu uns kommen, einfach gut zu wissen, dass in der zentralen Anlaufstelle jemand ist, an den sie sich immer wenden können“, so Belegungsmanager Michael Rasche. Der davon erzählt, dass man mit dem ZBM in den ersten Tagen nach der Einführung bereits gute Erfahrungen gemacht habe. Alles sei gut angelaufen. Rasche weiter: „Das Telefon stand bei uns zeitweise kaum still.“ Was man nachvollziehen kann, denn viele interessierten sich auch dafür, was sich mit der Einführung des ZBM für sie nun ändern wird. Man kann es auch so beschreiben: Dank des neuen ZBM werden nicht nur die Bearbeitungsabläufe bei der Patientenaufnahme effizienter gestaltet, sondern der Patient hat nun auch bei allen Problemen und Fragen einen festen Ansprechpartner. Was in der Klinik hilfreich sei, so Rasche und Fischer unisono.

Die Einführung des ZBM betrifft vorerst alle zehn Stationen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Ob man dieses auch in die Kinder- und Jugendpsychiatrie übernehmen werde, das sei derzeit noch offen, so Michael Rasche. Der davon erzählt, dass ein solches Belegungsmanagement für etliche psychiatrische Kliniken im Land „noch Neuland“ sei. Nach der erfolgreichen Einführung des ZBM ist man in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Sächsischen Krankenhauses Arnsdorf natürlich noch im Optimierungsprozess. Etwas, was allerdings bei der nun begonnenen Integration in den Klinikalltag normal ist.

Doch schon jetzt steht fest, dass vom ZBM im Arnsdorfer Krankenhaus alle Seiten profitieren werden: Patienten wie auch Ärzte und Pflegepersonal.

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