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Das Paradies hinterm Haus

Die Apostels haben in 30 Jahren einen naturnahen Garten in ihrem Döbelner Garten angelegt. Selbst Waldameisen im Gewächshaus haben eine Chance.

Simone (51) und Gerd (57) Apostel sitzen an ihrem Gartenteich, auf dem Seerosen blühen und der eine Menge Tiere wir Frösche, Kröten und Molche anzieht. Das ist auch für Ringelnattern interessant.
Simone (51) und Gerd (57) Apostel sitzen an ihrem Gartenteich, auf dem Seerosen blühen und der eine Menge Tiere wir Frösche, Kröten und Molche anzieht. Das ist auch für Ringelnattern interessant. © Dietmar Thomas

Döbeln. Es gibt im Garten von Simone und Gerd Apostel viele Sitzecken, und jede hat eine andere Aussicht. Ein Holzpodest mit Stühlen befindet gleich neben dem prachtvollen Gartenteich, in dem ein Krokodil den Kopf zwischen den Blättern der Seerosen heraussteckt. 

Das Krokodil ist natürlich nicht echt, andere Tiere schon. „Seit wir keine Fische mehr im Teich haben, haben sich viele andere Tiere angesiedelt. Molche zum Beispiel, die sind richtig interessant“, sagte Gerd Apostel. „Im Frühjahr sind so viele Kaulquappen im Teich, man denkt, das Wasser kocht. Auch eine Ringelnatter kommt regelmäßig“.

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Naturnaher Garten mit Waldameisen in Döbeln

Der Garten ist die große Leidenschaft der beiden. Als sie Anfang der 1990er Jahre das Siedlungshaus Am Roten Kreuz übernahmen, gab es den üblichen Nutzgarten. Ein langer schmaler Schlauch mit Beeten und Wiese. Die Siedler waren früher Selbstversorger. Auch hinter Apostels Haus hatte es einen Hühner- und einen Schweinestall gegeben. Seitdem hat sich viel verändert.

Vor allem Bäume sind Gerd Apostels Leidenschaft. Diesen Zierapfel zieht er als Bonsai. Auch einen Mammutbaum hat er in klein. Viele exotische Pflanzen wachsen bei ihm in Kübeln. Er hat 120 davon hinterm Haus stehen: Hortensien, Indianerbananen und Avocados. Auch Zitrusfrüchte wachsen im Garten.
Vor allem Bäume sind Gerd Apostels Leidenschaft. Diesen Zierapfel zieht er als Bonsai. Auch einen Mammutbaum hat er in klein. Viele exotische Pflanzen wachsen bei ihm in Kübeln. Er hat 120 davon hinterm Haus stehen: Hortensien, Indianerbananen und Avocados. Auch Zitrusfrüchte wachsen im Garten. © Dietmar Thomas
Das Hexenhaus mit Schlafkoje hat Gerd Apostel für seinen sechsjährigen Enkel unter Bäumen im wildesten Teil des Gartens gebaut. In vielen Sprachen, darunter auch russisch und koreanisch, steht ein Spruch an der Wand, der sich auf die rustikale Bauweise bezieht: „Gerade kann jeder“.
Das Hexenhaus mit Schlafkoje hat Gerd Apostel für seinen sechsjährigen Enkel unter Bäumen im wildesten Teil des Gartens gebaut. In vielen Sprachen, darunter auch russisch und koreanisch, steht ein Spruch an der Wand, der sich auf die rustikale Bauweise bezieht: „Gerade kann jeder“. © Dietmar Thomas
Eine künstliche Ruine findet man im Garten. Simone Apostel hatte sie sich gewünscht. Künstliche Ruinen waren schon in den Landschaftsgärten des 19. Jahrhunderts beliebt. Einmal im Jahr können sich Interessierte selbst einen Eindruck verschaffen. Das Ehepaar beteiligt sich am „Tag des offenen Gartens“ jeweils im Juni.
Eine künstliche Ruine findet man im Garten. Simone Apostel hatte sie sich gewünscht. Künstliche Ruinen waren schon in den Landschaftsgärten des 19. Jahrhunderts beliebt. Einmal im Jahr können sich Interessierte selbst einen Eindruck verschaffen. Das Ehepaar beteiligt sich am „Tag des offenen Gartens“ jeweils im Juni. © Dietmar Thomas
Die Kermesbeere stammt ursprünglich aus Amerika. Die Exemplare, die im Garten der Apostels wachsen, gehören zu den Gewächsen, die sich hier von allein angesiedelt haben. Irgendwie waren die Samen in den Garten gelangt. Ansonsten überlässt das Ehepaar wenig dem Zufall. Von seinen Reisen bringt es Samen mit.
Die Kermesbeere stammt ursprünglich aus Amerika. Die Exemplare, die im Garten der Apostels wachsen, gehören zu den Gewächsen, die sich hier von allein angesiedelt haben. Irgendwie waren die Samen in den Garten gelangt. Ansonsten überlässt das Ehepaar wenig dem Zufall. Von seinen Reisen bringt es Samen mit. © Dietmar Thomas

Als naturnah bezeichnet Gerd Apostel den Garten, den er und seine Frau in den vergangenen 30 Jahren gestaltet haben. Es gibt nur eine kleine Ecke mit Beeten, ein paar Beerensträucher, zwei Gewächshäuser für Gemüse. 

In einem haben Waldameisen einen stattlichen Hügel aufgeschichtet. „Die bekommen wir nicht mehr weg“, sagt Apostel und klingt gar nicht frustriert.

Exotische Planze: das Mammutblatt

2.000 Quadratmeter groß ist der Garten. Mit wachsender Entfernung zum Haus wird er immer wilder. „Wir haben hier Igel, Füchse, Enten. Rehe waren schon da, aber die machen auch Schaden.“

Manche exotische Pflanze wächst hier. Das Ehepaar bringt Samen von den Urlaubsreisen mit oder bekommt sie geschenkt. „Das ist Mammutblatt. Die Pflanze kommt aus Südamerika. Darauf sind wir besonders stolz“, sagte Simone Apostel und zeigt auf eine Grünpflanze mit mächtigen Blättern. 

Von den Azoren stammt der Falsche Ingwer, der in einem Kübel wächst. „Der ist dort eine Plage.“ Bei den Apostels ist er das nicht.

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