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Richtfest trotz Corona

In Tharandt entsteht eine neue Kita. Mit dem Zeitplan ist die Stadt etwas in Verzug, die Kosten steigen, aber nur ein wenig. Im Dezember ziehen die Kinder ein.

Zum Richtfest am Kita-Neubau in Tharandt schlägt die künftige Leiterin Kathleen Ullrich den obligatorischen Nagel ein.
Zum Richtfest am Kita-Neubau in Tharandt schlägt die künftige Leiterin Kathleen Ullrich den obligatorischen Nagel ein. © Karl-Ludwig Oberthuer

Ein großer Tag für die Kleinen: Am Donnerstag feierte Tharandt Richtfest an seinem Kindergarten-Neubau. Das wurde in Abwesenheit des Bürgermeisters Silvio Ziesemer von Stadtrat Ulrich Pietzarka (Freie Wählergemeinschaft Tharandt) moderiert. Er dankte stellvertretend für die Stadt den Baufirmen, die trotz der Schwierigkeiten durch Corona die Arbeiten gut vorangebracht haben.

Und in der Tat fällt die Bauzeit genau da hinein. Als am 16. März die Baufeldberäumung mit den Tiefbauarbeiten begann, grübelten Politiker in ganz Deutschland gerade darüber nach, wie sie nun mit der Situation rund um das Coronavirus umgehen sollten. Wenige Tage später wurden nicht nur in Sachsen sämtliche Schulen und Kindergärten geschlossen.

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Das stellte auch viele Firmen vor Probleme. So gab es auch beim Modulbauhersteller, der die Tharandter Kindergartenbaustelle beliefert, einige Verzögerungen im Herstellungsprozess. Inzwischen haben die beteiligten Gewerke wieder etwas an Zeit aufgeholt, sodass es mit der Montage der Module weitergehen kann. „Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, dass die Module im August fertig montiert sind“, teilt Hauptamtsleiter Alexander Jäkel mit. Das ist wohl nicht mehr ganz zu schaffen.

Eröffnung noch dieses Jahr

Dennoch sind die Tharandter zuversichtlich, dass die ersten Kinder noch dieses Jahr in der neuen Einrichtung betreut werden können. „Wenn alle für den Betrieb notwendigen Genehmigungen vorliegen und des Weiteren die Vorort-Abnahmen durch Brandschutz, Unfallkasse und Hygiene abgeschlossen sind, sollte einer Eröffnung nichts im Wege stehen“, so Jäkel

In dem Haus wird es neun Krippen- und 45 Kindergartenplätze geben. Einige davon sind schon vergeben, doch zu Beginn startet die Kita erst einmal mit wenigen Kindern. Es soll zunächst eine Krippen- und eine Kindergartengruppe gebildet werden. Die neue Leiterin und zwei weitere Erzieherinnen stehen schon bereit, um im Dezember zu starten. Mindestens drei weitere Mitarbeiter werden noch gebraucht. Vorausgesetzt sie arbeiten in Vollzeit, sonst braucht man entsprechend mehr. „Einige Bewerbungen liegen uns bereits vor“, sagt Alexander Jäkel.

Die Kosten für den Neubau sind zwar schon leicht angestiegen, liegen aber immer noch in einem verträglichen Rahmen. Ursprünglich hatte die Stadt mit 2,28 Millionen Euro gerechnet. „Nach jetzigem Baustand wird die neue Kita circa 2,35 Millionen Euro kosten“, so Jäkel. Das sind mit 70.000 Euro rund drei Prozent mehr als zunächst geplant. Das Land Sachsen und der Landkreis fördern den Neubau mit rund 740.000 Euro.

Noch ist die Kita eingerüstet. Aber in wenigen Monaten, sollen die ersten Kinder hier betreut werden.
Noch ist die Kita eingerüstet. Aber in wenigen Monaten, sollen die ersten Kinder hier betreut werden. © Karl-Ludwig Oberthuer

Dieser entsteht in Tharandts Stadtmitte in der Roßmäßler Straße 42. Dort hatte zuvor ein alter Flachbau aus DDR-Zeiten gestanden, der noch dazu mit Asbest belastet war. Davon ist nun längst nichts mehr zu sehen, der Abriss ging schon im vergangenen Jahr über die Bühne.

Die neuen Kapazitäten in der Kita werden in Tharandt dringend gebraucht. Die Stadt hat bisher nur eine einzige eigene Kindertagesstätte an der Heinrich-Cotta-Straße. Und die Stadt erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei jungen Familien, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllen wollen.

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