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Das sagen die Sterne für 2020

Der Freitaler Astrologe Richard Stange deutet den Lauf der Gestirne – und warnt vor Gutgläubigkeit und Hysterie.

Astrologie ist die Leidenschaft des Freitalers Richard Stange. Er deutet die Sterne mit Unterstützung eines Computerprogramms, das genauere Vorhersagen ermöglicht.
Astrologie ist die Leidenschaft des Freitalers Richard Stange. Er deutet die Sterne mit Unterstützung eines Computerprogramms, das genauere Vorhersagen ermöglicht. © Egbert Kamprath

Der Freitaler Richard Stange, geboren vor 32 Jahren im Sternzeichen Löwe, befasst sich seit frühester Jugend mit der Astrologie. Schon in der neunten Klasse hielt er seinen ersten Vortrag über die Deutung der Sterne, die seine große Leidenschaft ist. Der gelernte Informatiker arbeitet bei der Deutschen Post in Freital. In der Silvesterausgabe 2018 der Sächsischen Zeitung gab er einige Prognosen für das Jahr 2019. Wir fragten ihn, ob es aus seiner Sicht so gekommen ist, wie vorhergesagt, und was uns im Jahr 2020 erwartet.

Herr Stange, mit Saturn und Pluto im Steinbock prognostizierten Sie vor einem Jahr, dass es 2019 zu einer wirtschaftlichen Rezession kommen könnte. Stimmte Ihre Vorhersage? Wie schätzen Sie das selbst ein?

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In Teilen ist es so gekommen. 2019 wurden viele Arbeitsplätze vernichtet, insbesondere in Traditionsunternehmen wie der Automobilbranche und deren Zulieferer, aber auch bei der Deutschen Bank und Commerzbank. Entgegen meiner Prognose zeigte sich die rezessive Stimmung allerdings noch nicht am Aktienmarkt.

Was sehen Sie für 2020?

Ich bleibe für das kommende Jahr bei meiner Meinung und bin für die Märkte „bärisch“ eingestellt, das heißt, ich rechne mit fallenden Kursen, da die Gestirne ein depressives Stimmungsbild vermitteln. Zur Konjunktion von Saturn und Pluto gesellt sich 2020 noch Jupiter. Der Zweifel an etablierten Strukturen macht sich breit. Es ist eine Zeit, in der man schnell seinen Glauben und Optimismus verlieren kann. Derjenige, der mit seinen Kräften und Ressourcen haushaltet, dabei die Dinge realistisch einzuschätzen weiß und nicht überschwänglich agiert, der wird im nächsten Jahr noch am ehesten Erfolge haben.

Gilt das nur für die Wirtschaft?

Nein, auch für die Gesellschaft und die Menschen in ihren privaten Dingen. Widerstandsfähigkeit und Ausdauer sind gefragt, aber auch das Rückbesinnen auf Traditionen und konservative Werte. In der Zeit Ende März Anfang April sowie auch ab August bis Jahresende ist besondere Vorsicht angebracht, denn dann gesellt sich der Mars ungünstig zu dieser Jupiter-Saturn-Pluto-Konjunktion. 2019 sahen wir unter ähnlichem Aspekt den Brand in der Kirche Notre-Dame in Paris, aber auch die G20-Proteste in Hamburg 2017 waren ein Ausdruck dieser Energie.

Welche Sternzeichen müssen besonders vorsichtig sein?

Für Kardinalzeichen, also Widder, Krebs, Waage und Steinbock, gilt im kommenden Jahr ganz besonders, dass sie nichts erzwingen sollten, auch wenn ihnen anders zumute ist. Generell gilt unter diesen Gestirnen, mit weniger zufrieden zu sein. Beim Sport und im Umgang mit Werkzeugen sollte man besonders achtsam sein.

Was sagen Ihnen die anderen Gestirne?

Der Uranus im Stier deutet auf Umwälzungen in der Finanzwelt hin. Den Trend zum digitalen Geld und zur Ablösung des Bargeldes konnte man 2019 zum Beispiel an der Abschaffung der 500-Euro-Banknote sehen. Auch die Automaten in den Sparkassen, wo man seine Münzen einzahlen konnte, verschwanden im letzten Jahr immer mehr. Zudem sorgte der Bitcoin für Schlagzeilen: Zeitweise hatte sich der Kurs verdreifacht.

Was bedeutet das für die Sternzeichen?

Die fixen Zeichen, also Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann, erfahren unter diesem Transit eine Erneuerung ihrer Persönlichkeit. War man bisher angepasst und berechenbar, kann man sich jetzt grundlegend in seinem Verhalten wandeln. Man muss nur aufpassen, dass man nicht alles über den Haufen wirft, was einem auch in Zukunft noch wertvoll sein könnte.

Zu Jupiter im Schützen sagten Sie vor einem Jahr, dass Themen des Glaubens an Bedeutung gewinnen werden, wobei aber durch das Quadrat von Neptun die Gefahr der Gutgläubigkeit bestehen würde. Wie sehen Sie das heute?

Wir sehen diese Manifestation in der „Fridays for Future“-Bewegung, die 2019 fast schon religiöse Ausmaße annahm, was sich auch darin zeigt, dass sich die Teilnehmer nur schwer hinterfragen lassen und dogmatisch auf ihrer Sicht beharren. Mein Vorschlag war es, unter diesen Gestirnen nicht in Gutgläubigkeit zu verfallen und notwendige Grenzen zu ziehen. Leider ist genau das Gegenteil passiert, und die Politik folgte voreilig dieser Hysterie, was schwere Folgen für die Wirtschaft haben wird.

Wie sind Ihre Prognosen für 2020?

Im nächsten Jahr sehen wir für eine Weile Jupiter und Saturn in Steinbock, im Sextil zu Neptun in den Fischen. Vermutlich werden härtere Gesetze und Normen gefordert werden, die das Klima schützen sollen und sich dabei auf vermeintlich wissenschaftliche Beweise stützen möchten.

Nur vermeintlich wissenschaftliche Beweise? Wie meinen Sie das?

Als Astrologe geht man davon aus, dass das Klima kosmischen Ursprungs ist, Wetter von den Gestirnen abhängt und der menschliche Einfluss zu vernachlässigen ist. In der Astrologie gibt es einen eigenen Bereich, der sich mit dem Wetter und dessen Deutung beschäftigt und dabei fantastische Ergebnisse liefert.

Ich bin im Sternzeichen Jungfrau geboren, was habe ich 2020 zu erwarten?

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Die Astrologie ist Richard Stanges Leidenschaft. 2019 sieht der Freitaler als schwieriges Jahr.

Die Jungfrau gehört zu den veränderlichen Zeichen wie Zwillinge, Schütze und Fische. Sie sollten aufpassen, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Es ist eine Zeit, in der sich eine gewisse Orientierungslosigkeit breit machen kann. Wenn es sich ergibt, dann sollte man sich nicht scheuen, Opfer für das Wohl anderer zu erbringen. Selbsttäuschungen und Betrug werden 2020 ihr Ende finden. Die Verfeinerung seiner Persönlichkeit und eine idealistische Lebensausrichtung sind ein Ziel des Transits von Neptun in Fische.

Die Fragen stellte Thomas Morgenroth.

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