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Das sagen die Wahlverlierer

Manch Direktbewerber ist nach dem Sonntag herb enttäuscht, andere geben sich motiviert.

Die Landtagswahl ist Geschichte: Nach dem Auszählen der Stimmen war so mancher Direktbewerber herb enttäuscht über das Ergebnis - auch in Riesa.
Die Landtagswahl ist Geschichte: Nach dem Auszählen der Stimmen war so mancher Direktbewerber herb enttäuscht über das Ergebnis - auch in Riesa. ©  dpa / Symbolbild

Riesa. Dreimal ist Uta Knebel (Linke) angetreten. Nach 2009 und 2014 ist die Riesaerin aber auch 2019 am direkten Einzug in den Landtag gescheitert. Mit 12,8 Prozent der Erststimmen landete sie im Wahlkreis 37 auf Platz drei hinter Carsten Hütter (AfD) und Geert Mackenroth (CDU). 

Dass dieses Mal wieder jemand von außerhalb Direktabgeordneter geworden sei, enttäusche sie, so die Linken-Politikerin, die auch mit dem Zweitstimmenergebnis ihrer Partei im Wahlkreis (9,2 Prozent) nicht zufrieden ist. Für sie stehe jetzt die Stadtrats- und Kreistagsarbeit im Mittelpunkt, so Knebel.

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Freie-Wähler-Kandidat Dieter Wamser holte 6,5 Prozent der Erststimmen. „Gar nicht so schlecht“ nennt Wamser das, sei er doch eher spät in den Wahlkampf eingestiegen. Bei den Zweitstimmen holten die Freien Wähler nur vier Prozent. 

Dass die Vereinigung nicht mehr durchgedrungen sei, dafür macht der Bobersener auch Medien die Landeszentrale für politische Bildung verantwortlich. Die hätten den Freien Wählern wenige Gelegenheiten gegeben, sich zu präsentieren. Er wolle sich jetzt auf die Ratsarbeit in der Gemeinde Zeithain konzentrieren, so Dieter Wamser, der dort Gemeinderat und Vize-Bürgermeister ist.

„Kein einfacher Wahlkreis“

Auch Sven Borner, FDP-Direktkandidat im Wahlkreis 37, will nun auf die kommunale Arbeit ins Zentrum stellen. Zur Landtagswahl sagt der Riesaer Stadtrat: „Wenn die eigene Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert, kann man insgesamt natürlich nicht zufrieden sein.“ Mit seinem Erststimmenergebnis (5,9 Prozent) im Wahlkreis 37 sei er aber recht zufrieden. „Das motiviert mich für die weitere politische Arbeit der nächsten Jahre“, so Borner.

Enttäuscht ist derweil Amrei Drechsler (SPD). Die Radebeulerin, die im Land gern eine rot-rot-grüne Regierung gesehen hätte, kam auf nur fünf Prozent der Erststimmen. Bei den Zweitstimmen kam die SPD im WK 37 auf 6,4 Prozent.

Die wenigsten Erststimmen der Direktbewerber im Wahlkreis 37 holte Sachsens Spitzen-Grüne Katja Meier (4,3 Prozent). Sie sei in dem für die Partei „nicht einfachen Wahlkreis“ angetreten, um für Ziele wie Klimaschutz, Weltoffenheit, Gerechtigkeit zu werben. Bei den Zweitstimmen liegen die Grünen im Wahlkreis 37 bei 4,3 Prozent. Das Ergebnis zeige, dass in der Region Riesa „noch viel Arbeit vor uns liegt“, so die Dresdnerin Meier, die über die Landesliste in das neue Parlament eingezogen ist. (SZ)

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