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Das sagt Dynamos Kapitän nach dem Comeback

Marco Hartmann hat beim 0:0 gegen Halle eine Halbzeit gespielt - und sich danach im Interview auch zu seinen Chancen auf einen Einsatz gegen Bochum geäußert.

Marco Hartmann ist nach fast zweimonatiger Verletzungspause zurück.
Marco Hartmann ist nach fast zweimonatiger Verletzungspause zurück. © Picture Point / Gabor Krieg

Marco Hartmann, wie hat es sich angefühlt, wieder ein Fußballspiel bestreiten zu können?

Es war richtig schön, hat Spaß gemacht, dabei zu sein und nicht nur zuzugucken. Ich habe mich gut gefühlt, aber es war klar abgesprochen, dass ich nur eine Halbzeit spiele. Denn den Effekt merkt man meist erst am nächsten Tag. Es ergibt keinen Sinn, gleich wieder alles einzureißen. Mit zunehmender Spielzeit steigt die Verletzungsgefahr, zumal wir gestern hart trainiert haben. Und man darf nicht vergessen, ich war zwei Monate raus.

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Wie viele Comebacks haben Sie denn schon gegeben?

Ich habe zumindest genug Erfahrung damit. Es ist trotzdem keine Routine. Das erste schöne Gefühl war es, wieder mit der Mannschaft zu trainieren, weg zu sein vom Rehaplatz und nicht mehr auf sich allein gestellt. Das Quälen fühlt sich da nämlich viel bewusster an, als wenn man einfach im Training dabei sein darf.

Haben Sie sich gesagt: Lasst mich in Ruhe, ich will mich nicht schon wieder rankämpfen müssen?

Es war nicht einfach. Lasst mich in Ruhe – das habe ich mir schon gesagt und mich öffentlich lange nicht geäußert, weil ich keinen Bock hatte, wieder drüber zu reden. Aber an dem Punkt, zu sagen, ich hätte keine Lust mehr auf Fußball, bin ich bei weitem nicht. Klar, die Schinderei im Kraftraum macht keinen Spaß, weil Fußball viel cooler ist. Darauf muss man sich einstellen, darin bin ich mittlerweile Profi.

Das nächste Spiel ist in Bochum…

Mein nächstes Spiel ist das in Zeitz am Freitag, hoffentlich.

Ist ein Einsatz gegen Bochum trotzdem in Ihrem Hinterkopf?

Das wird sich zeigen. Die 45 Minuten haben sich läuferisch gut angefühlt, mal gucken, ob ich morgen wieder voll trainieren kann. Es war einfach wichtig, ein Spiel elf gegen elf zu haben, um wieder reinzukommen. Es wäre jedoch wenig hilfreich zu spekulieren, ob ich für Bochum eine Alternative bin oder nicht. Ich möchte im Training erst einmal zeigen, dass ich der Mannschaft helfen kann.

Wie ordnen Sie den Test für die Mannschaft ein?

Die erste Hälfte hat mir nicht sonderlich gefallen, weil Halle dominant war, die besseren Chancen hatte. Danach hat sich das etwas gewandelt. Wir haben gegen eine der besten Mannschaften der 3. Liga gespielt, die ihr Stammpersonal aufgeboten hat. Da funktionieren die Abläufe, das hat uns Probleme bereitet. Wir waren etwas müde, haben eher den Pass nach hinten gewählt anstatt Risiko und Tempo nach vorne. Da hat die Spritzigkeit gefehlt. In der zweiten Halbzeit war es zwingender, aber auch kläglich, dass kein Tor gefallen ist – für beide Mannschaften.

Wie sehen Sie den Konkurrenzkampf?

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Wir haben einen breiten Kader. Es sind sehr, sehr gute Spieler hintendran, die – das sage ich nicht nur so daher – problemlos die Position eines anderen übernehmen könnten. Ob man das heute bei jedem gesehen hat oder nicht, sei dahingestellt.

Das Gespräch führte Sven Geisler, Eilenburg

Dynamo: Wiegers – Kulke, Ballas, Hamalainen – Löwe (82. Schurz), Hartmann (46. Großer) – Kreuzer, Taferner, Klingenburg, Möschl – Koné.

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