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Dresden

Das sind die beliebtesten Dresdner Namen

Die Geburtenzahlen sind konstant hoch. Eltern haben klare Vorlieben, wie sie ihre Babys nennen. Dabei spielt eine bekannte Umweltaktivistin nur eine Nebenrolle.

Die Zahl der beurkundeten Geburten ist gesunken, es gab aber nicht weniger Babys, sagt das Standesamt.
Die Zahl der beurkundeten Geburten ist gesunken, es gab aber nicht weniger Babys, sagt das Standesamt. © Foto: stockAdobe

Genau 8.150 Geburten wurden im Standesamt im vergangenen Jahr beurkundet. Das sind zwar 142 weniger als 2018, aber Dresdens Standesamts-Chefin Mandy Kaergel stellt klar: "Das heißt nicht, dass weniger Kinder geboren wurden." Das würden auch die Geburtenzahlen der Dresdner Krankenhäuser belegen.

 "Der Ausländeranteil der Eltern ist gestiegen", so Kaergel. Die Beurkundungen dauern dann länger und werden teilweise erst in diesem Jahr erfolgen, weil Unterlagen aus den Heimatländern beantragt werden müssen. Im vergangenen Jahr das 2.130-mal der Fall. Die Liste der ausländischen Eltern wird klar angeführt von Syrien (276) gefolgt von der Russischen Föderation, Polen, Tschechien und China. Aber auch Palästina, Kanada und Indien sind dabei. 

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Bei den Babys überwiegen leicht die Jungen. Insgesamt wurden 4.177 männliche Babys beurkundet, 3.970 Mädchen und bei drei Kindern war das Geschlecht unbestimmt. "Wenn es später doch eindeutig wird, wird das Geschlecht dann geändert. Zunächst werden sie als divers geführt", erklärt Mandy Kaergel.

Zweimal freuten sich Eltern über Drillinge und 155 Zwillingspärchen kamen in Dresden zur Welt. 

24 junge Gretas

Beliebt bei den Eltern sind aber ganz klar eingängige und bekannte Namen. In keinem Fall wurde der Elternwunsch abgelehnt, weil nicht nachgewiesen werden konnte, ob der Name überhaupt existiert. Sechs Namen wurden laut Kaergel überprüft, aber Belege gefunden.

Emilia und Emil führen die Liste der beliebtesten Namen an. Emil haben 73 Eltern ihre Söhne genannt, 65-mal wählten Eltern Emilia für ihre Töchter als Namen. Überaus beliebt sind auch Charlotte, Oskar, Emma, Arthur, Mia, Karl, Ella und Paul. Den Vornamen Greta, nach der weltweit bekannten schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg, vergaben 24 Eltern ihren Töchtern. Der Name landete damit auf Platz 30.

Greta Thunberg heißt offiziell Greta Tintin Eleonora Ernman, hat also vier Vornamen. In Dresden erhielten 2019 genau 2.824 Kinder zwei Vornamen, 225 haben drei Vornamen und 14 mehr als drei. Die beliebtesten zweiten Vornamen sind Sophie, Marie, Alexander und Paul.

Gleichzeitig gab es auch einen traurigen Rekord. Die 6.392 Sterbefälle ist laut Standesamtsstatistik die höchste Zahl seit 28 Jahren. Dazu zählen Fehlgeburten und tot geborene Babys allerdings nicht. Im vergangenen Jahr wurden in Dresden 33 Kinder tot geboren und es gab 25 Fehlgeburten. Diese hohen Fallzahlen liegen laut Kaergel daran, dass die Uniklinik spezialisiert ist auf komplizierte Geburten.

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Ebenfalls einen Rekord verbuchte das Standesamt bei den Kirchenaustritten. 2005 Dresdner gaben ihre Konfession im Jahr 2019 auf. Das sind 444 mehr als 2018. "Diejenigen, die zu uns kommen, müssen das nicht begründen", erklärt die Amtsleiterin. "Aber wir haben den Eindruck, es waren vor allem junge Menschen, die ins Berufsleben eingetreten sind und so Geld sparen wollen."  

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