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Diese vier wollen Bürgermeister werden

Aus vier Kandidaten können die Oderwitzer einen Nachfolger für Adelheid Engel wählen. Und das sind ihre Ziele.

Von Holger Gutte
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Diese vier Kandidaten bewerben sich bei der Bürgermeisterwahl in Oderwitz.
Diese vier Kandidaten bewerben sich bei der Bürgermeisterwahl in Oderwitz. © privat, Carla Schmidt

Die Oderwitzer sind am 29. März aufgerufen, ein neues Gemeindeoberhaupt zu wählen. In einer Podiumsdiskussion stellen sich am Freitag alle vier Kandidaten für die Bürgermeisterwahl vor und beantworten die Fragen der Einwohner. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Turnhalle in Oberoderwitz. 

Daniel Schädlich (Freie Wähler, Handwerker/Gewerbev.)

Daniel Schädlich: 36 Jahre, ledig, keine Kinder, Betriebswirt, arbeitet derzeit als Assistenz der Geschäftsleitung bei der Mineral- und Rohstoff GmbH.
Daniel Schädlich: 36 Jahre, ledig, keine Kinder, Betriebswirt, arbeitet derzeit als Assistenz der Geschäftsleitung bei der Mineral- und Rohstoff GmbH. © privat

Ich kandidiere, weil: Meine Heimatgemeinde liegt mir sehr am Herzen. Dass hat mich dazu bewogen, als Bürgermeisterkandidat für die Freien Wähler und den Handwerker- und Gewerbeverein anzutreten. Ich bin seit sechs Jahren Gemeinderat, seit 2019 Verbandsrat des Abwasserzweckverbandes "Landwasser" und arbeite von Anfang an am Ortsentwicklungskonzept für Oderwitz mit und weiß daher um die verantwortungsvolle Aufgabe, die mit dem Amt verbunden ist.

Mir ist es wichtig, die Entwicklung unserer Gemeinde weiter voranzubringen. Es braucht breite Schultern, Verhandlungsgefühl und eine enge Verbundenheit mit den Menschen des Ortes und der Ortsgeschichte. 

Meine Ziele sind: Ich möchte mit den Bürgern Oderwitz gestalten. Die Gemeindeverwaltung unterstützt aktiv das ehrenamtliche Engagement der Oderwitzer und dabei werden die Nachwuchsinitiativen besonders gefördert. Die Überarbeitung des Tourismuskonzeptes in Verknüpfung mit dem Windmühlen- und Wetterdorf, um ein Alleinstellungsmerkmal zu erhalten. Wir müssen in Wettbewerb mit den anderen Kommunen treten. Die Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden und Handwerksbetrieben werden gestärkt, um eine Möglichkeit der Standortsicherung zu gewährleisten und neuen Unternehmen eine Neuansiedlung zu ermöglichen. 

Die Türen von Oderwitz stehen offen für ein soziales Oderwitz, ein Anziehungspunkt für jung und alt. Mir scheint es sinnvoll, über einen Neubau der Kindertagesstätte Knirpsenland nachzudenken. Auch die Belange der Seniorengemeinschaften dürfen nicht aus den Augen verloren werden. 

Tom Stöcker (Einzelkandidat)

Tom Stöcker: 50 Jahre, verheiratet, eine Stieftochter - die bereits ihre eigene Familie hat - eine Enkeltochter, aktuell Bankkaufmann in der Volksbank Löbau-Zittau.
Tom Stöcker: 50 Jahre, verheiratet, eine Stieftochter - die bereits ihre eigene Familie hat - eine Enkeltochter, aktuell Bankkaufmann in der Volksbank Löbau-Zittau. © privat

Ich kandidiere, weil: Seit vielen Jahren habe ich mich mit der Bürgermeisterkandidatur beschäftigt, da ich mit zunehmenden Lebensalter für mich erkannt habe, dass ich meine Fähigkeiten und mein Engagement gern für andere Menschen einsetze. Bisher habe ich dies als Wahlhelfer, Vereinsvorsitzender, Betriebsrat und nicht zuletzt als Gemeinderat und 2. stellvertretender Bürgermeister von Oderwitz unter Beweis gestellt. Auch haben mich in den vergangen Monaten Oderwitzer in meiner Entscheidung bestärkt, da sie in mir einen geeigneten Bürgermeister sehen.

Meine Ziele sind: Als eventuell neuer Bürgermeister von Oderwitz möchte ich in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung den Fokus setzen auf die Unterstützung des örtlichen Handwerks, Gewerbes und der Unternehmen als regionale Arbeitgeber. Ebenso auf die Vereinsförderung als eine tragende Säule des Gemeindelebens. Oderwitz möchte ich als attraktiven Wohnort weiter gestalten und eine solide Finanzpolitik betreiben, um Oderwitz eigenständig und zukunftsfähig zu erhalten. Ich will mehr Bürgerbeteiligung umsetzen und als Kernpunkt die Erstellung und Umsetzung des Gemeindeentwicklungskonzeptes. 

In dieses Konzept setze ich viele Hoffnungen für Oderwitz, da sich darin zum einen der Bürgerwille widerspiegelt und zum anderen für die nächsten Jahre die Aufgaben und Projekte definieren.

Anke Walter (Einzelkandidatin)

Anke Walter: geboren 1967 in Ebersbach, verheiratet, 1996 zum Ehemann nach Oderwitz gezogen, zwei erwachsene Söhne, seit fast 15 Jahren im Bestattungswesen tätig - leitet die Filialen in Oderwitz und Löbau.
Anke Walter: geboren 1967 in Ebersbach, verheiratet, 1996 zum Ehemann nach Oderwitz gezogen, zwei erwachsene Söhne, seit fast 15 Jahren im Bestattungswesen tätig - leitet die Filialen in Oderwitz und Löbau. © privat

Ich kandidiere, weil: Ich kandidiere zur Bürgermeisterwahl weil ich aktiv an der Gestaltung und Entwicklung unseres schönen Ortes mitwirken möchte. Die gute Arbeit der vorangegangenen Bürgermeister soll weitergeführt werden. Ich möchte die Pro-Kopf-Verschuldung weiter abbauen und die Gemeinde auf sicheren Wegen weiterführen. Sehr am Herzen liegt mir, dass die Gemeinde noch nicht eins ist. So viele Jahre nach dem Zusammenschluss existiert noch immer das Denken in Niederoderwitz und Oberoderwitz. Dem möchte ich begegnen. Durch Gerechtigkeit. Alle und alles sollte gleich behandelt werden.

Meine Ziele sind: Ich möchte keine typischen Wahlversprechen abgeben, die nicht umzusetzen sind. Erwartungen zu wecken, die nicht erfüllt werden können, ist in der Politik ja üblich, aber so bin ich nicht. 

Ich möchte eine bürgernahe Bürgermeisterin werden, die sich die großen und kleinen Probleme der Menschen anhört und löst. Der Kontakt mit den Einwohnern unseres Ortes ist mir wichtig. Natürlich habe ich Ideen, wie unsere Gemeinde noch schöner werden kann. All diese Ideen müssen aber machbar und bezahlbar sein. Dies gilt es zu überprüfen, bevor man darüber sprechen kann. Ich neige nicht zu „Schnellschüssen“, bin eher überlegt. 

Cornelius Stempel (Einzelkandidat)

Cornelius Stempel: geboren 1979 als zweites von vier Kindern einer Pfarrersfamilie; aufgewachsen in Crostau, Lückendorf und Oderwitz, 1998 Abitur in Zittau, danach Magisterstudium der Geschichte und Politikwissenschaft in Leipzig..
Cornelius Stempel: geboren 1979 als zweites von vier Kindern einer Pfarrersfamilie; aufgewachsen in Crostau, Lückendorf und Oderwitz, 1998 Abitur in Zittau, danach Magisterstudium der Geschichte und Politikwissenschaft in Leipzig.. © Carla Schmidt

Ich kandidiere, weil: Mein kommunalpolitisches Interesse, meine gesammelte Verwaltungserfahrung und die Verbundenheit zu meinem Heimatort veranlassten mich zur Kandidatur. Eine funktionierende Infrastruktur, reges Handels- und Gewerbetreiben, ein lebendiges Vereinsleben und eine ausgeprägte Feierkultur machen Oderwitz so liebens- und lebenswert. Damit das so bleibt und die Herausforderungen der Zukunft von uns gemeinsam gemeistert werden können, bewerbe ich mich um das Amt.

Meine Ziele sind: Die gute Infrastruktur erhalten und modernisieren - neben Straße und Schiene gehört dazu unter anderem auch Breitbandausbau, E-Mobilität und Radwegenetz. Ich möchte das Vereinsleben stärken und die Außenwirkung des Ortes - wie die Homepage - verbessern sowie eine progressive Wirtschaftsförderung angehen.  

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