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Das sind Nieskys größte Leseratten

Ferien können so spannend sein. Vor allem wenn man sie mit Lesen verbringen kann. Der Nieskyer Buchsommer hatte auch diesmal viele Gewinner.

Die Teilnahme am diesjährigen Buchsommer in der Stadtbibliothek war für Vanessa, Jonas (rechts) und Bastian besonders erfolgreich. Sie belegten mit 21, 18 und 11 Büchern die Spitzenplätze.
Die Teilnahme am diesjährigen Buchsommer in der Stadtbibliothek war für Vanessa, Jonas (rechts) und Bastian besonders erfolgreich. Sie belegten mit 21, 18 und 11 Büchern die Spitzenplätze. © André Schulze

Wann haben Sie zum letzten Mal 21 Bücher am Stück gelesen? Wahrscheinlich noch nie. Für Vanessa Hänsel ist dies ganz normal. Und fast schon zu wenig. Die 16-Jährige aus Kreba-Neudorf ist mit dieser stolzen Anzahl Gewinnerin des Nieskyer Buchsommers geworden, was für sie eigentlich nichts Neues ist. „Im letzten Jahr war ich mit 30 Büchern Erste, 2017 mit 48. Und jetzt habe ich eigentlich nicht sechs Wochen gelesen, weil ich zuerst ziemlich viel unterwegs war und erst in der zweiten Ferienhälfte dazu gekommen bin.“ Krimis interessieren sie am meisten. Deshalb muss sie bei der Frage nach dem Lieblingsbuch auch nicht lange überlegen: „City-Crime“. „Dabei geht es um London und die Queen, eine Party und immer wieder Leute, die verschwinden.“ Tote, beruhigt sie, gibt es aber nicht.

Das Faible für spannende Lektüre scheint bei den Hänsels in der Familie zu liegen. Denn auch Vanessas Bruder, Jonas, lässt keine Minute ungenutzt verstreichen. Er sei ein schneller Leser, meint er. Und: Seine Schwester habe ihn irgendwann angesteckt. So erfolgreich, dass das Geschwisterpaar jetzt zum dritten Mal nacheinander auf den Spitzenplätzen beim Buchsommer in der Nieskyer Stadtbibliothek eingekommen ist. Der 13-Jährige hat diesmal am liebsten in „Die drei Fragezeichen – Panik im Park“ geschmökert. 17 weitere Werke haben ihm kaum weniger gut gefallen. Wobei er auch zu Hause reichlich Auswahl hat. „Wir haben gefühlt 1 000 Bücher in den Regalen stehen. Da ist eigentlich immer etwas dabei, was mich interessiert.“

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Mit elf Büchern liegt Bastian Thiele auf dem dritten Rang. „Ich habe das Lesen in der ersten Klasse gelernt. Das hat Spaß gemacht, dann bin ich einfach dabei geblieben“, erzählt er stolz. Ihm haben es vor allem Tierbücher angetan. Was nicht verwundert – zu Hause in Gebelzig fühlen sich Hasen, Meerschweinchen und Hunde wohl. Er bedauert, dass es jetzt wieder viele Hausaufgaben gibt. „Dann werde ich wahrscheinlich weniger zum Lesen kommen.“

Die Stadtbibliothek Niesky hat sich bereits zum sechsten Mal am „Buchsommer in Sachsen“ beteiligt und mit Fördergeldern und Unterstützung der Stadt extra 128 bisher nicht im Bestand befindliche Jugendbücher angeschafft. Laut Projektleiterin Marlies Richter gab es mit 62 Teilnehmern zwar weniger als sonst. „Aber mehr als die Hälfte hat das Ziel, mindestens drei Werke zu lesen, erreicht.“ Sie sei schon gespant auf die nächste Leseaktion.

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