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Das Vertrauen fehlt auf allen Seiten

über den neuen Schaden im Dynamo-Stadion

Juliane Richter

Wer einmal nach Starkregen Wasser im Keller hatte, trifft Vorkehrungen. Entweder der Keller bleibt in Zukunft leer, man kauft stabile Regale und stapelt Wichtiges nach oben oder man sorgt dafür, dass das Wasser künftig draußen bleibt. So läuft das bei einem Privatmann – aber offenbar nicht im Stadion. Zum dritten Mal brummen dort nun die Entfeuchtungsgeräte. Zwei Jahre nach dem ersten Wassereinbruch steht aber die eigentliche Ursache für die Havarie noch nicht fest.

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Wie bei vielen Stadionthemen zeigt sich jetzt wieder, dass Konflikte zwischen allen Beteiligten die Lösungssuche hemmen. Der Stadionbauer und die Stadt streiten sich wegen Mehrkosten in Millionenhöhe vor Gericht. Das Verhältnis Stadt, Projektgesellschaft und Dynamo Dresden ist wiederum wegen der ständigen Diskussionen um die Höhe der Stadionmiete und Zuschusszahlungen angespannt. Und obwohl die Stadt vertraglich am Bau des Stadions beteiligt war, zeigt sie am Stadionthema nur wenig Interesse. Von Vertrauen kann auf allen Seiten keine Rede sein. So platt es auch klingt: Das Problem muss an der Wurzel gepackt werden – und das sind die Stadionverträge. Diese müssen endlich neu gestaltet werden. Denn das jetzige Modell ist definitiv nicht mehr praktikabel.