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Das war "Ring on Feier" 2019

Die Zahl der Besucher lag mindestens auf dem Niveau der Vorgänger-Veranstaltung und der Ausrichterverein sagt, wie es nun weitergeht.

Verschiedene Künstler zeigten bei "Ring on Feier" am Sonnabend ihr Können.
Verschiedene Künstler zeigten bei "Ring on Feier" am Sonnabend ihr Können. © Philipp Mann

Aller guten Dinge sind drei. Und so hatten sich auch die Organisatoren des Events „Ring on Feier“ vom Verein „Tradition und Zukunft Zittau“ (TuZZ) vorgenommen, gemeinsam mit ihren zahlreichen fleißigen Helfern an diesem Sonnabend einen echten Knaller zu starten. Und, das wie schon zuvor, völlig auf ehrenamtlicher Basis. Natürlich waren – nach einjähriger Abstinenz – die Erwartungen der Zittauer und ihrer Gäste von nah und fern groß. Um es vorwegzunehmen: Sie wurden nicht enttäuscht. Die Vielfalt des musikalischen, kulinarischen und vor allem des optischen Angebots war überwältigend. Erwartungsgemäß wurde das auch diesmal von mindestens 10 000 Besuchern wahrgenommen. „Das einzuschätzen, ist natürlich nicht ganz einfach“, räumt Stefanie Kast vom TuZZ am Sonntagmorgen ein. „Die Leute kommen und gehen über die gesamte Zeit. Manche schauen sich nur einmal um, andere umrunden den Ring mehrmals, da sie wissen, dass besonders die Lichtinstallationen immer wieder mal wechseln.“

Pünktlich 18 Uhr ging es los. Wo man auch hinkam, schallte Musik in den verschiedensten Varianten, von Grills, aus Pfannen und Suppentöpfen roch es lecker, die Bier- und Limonadenquellen sprudelten bereits. Einzig auf das versprochene Lichtspektakel musste man logischerweise noch bis zum Einbruch der Dunkelheit warten. Doch die verging bei Musik und sonstigen Einlagen recht schnell. Hinzu kam ein anderer erfreulicher Nebeneffekt: Man traf beim Dahinschlendern endlich einige Leute wieder, die man schon lange nicht mehr gesehen oder von ihnen gehört hatte. Dabei empfahl es sich, einmal nicht dem allgemeinen Trend folgend, entgegen der Uhrzeigerrichtung zu flanieren. Wäre man der Reihenfolge der im Flyer aufgelisteten Schauplätze gefolgt, wäre man meist mit den gleichen Personen unterwegs gewesen. Zum Glück luden immer wieder Bänke zum Verweilen ein, man tauschte Neuigkeiten aus, Erinnerungen an Kindheit und Jugend, gemeinsame Jahre in Betrieben, deren Schornsteine längst nicht mehr rauchen oder ganz verschwunden sind.

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„Gerade diese Begegnungen der Menschen sind für uns ein wichtiger Aspekt“, hebt Stefanie Kast hervor. „Ich denke, dass sich da auf der Bank beim Ausruhen auch Menschen nähergekommen sind, die sich bisher überhaupt nicht kannten.“ In der Tat gab es Plätze zum Verweilen, Zuhören, Genießen und Ausruhen genug. Auch hier traf natürlich jeder seine Wahl. So war erneut die Fleischerbastei Anziehungspunkt für alle Dixieland-Freunde. Kein Wunder, sind doch die Männer von „New Dixie Liberec“ für die Zittauer längst keine Unbekannten mehr. Besonderen Beifall erntete dabei Posaunist und Sänger Jindrich Bada mit seinem unverwechselbaren „Satchmo-Sound“. Wer es lieber besinnlicher wollte, konnte in der Kirche zum Heiligen Kreuz dem Gitarrenspiel von Thomas Eichler lauschen. Es würde einfach den Rahmen sprengen, alles aufzulisten, was hier geboten wurde. Als optische Höhepunkte sind aber unbedingt die kleinen selbst gestalteten Details zu nennen. Diese umfassten entlang des gesamten Rings unter anderem wunderschöne Traumfänger am sphärisch beleuchteten Altenheim bei der Inneren Weberstraße, XXL-Blumen, einen Bienenschwarm und Quallen. Daneben kamen auch die Installationen der Kitas (Alu-Sterne und Fische beim Schleifermänn’l) und die Laternen des Christian-Weise-Gymnasiums sehr gut zur Geltung.

„Die größte Neuerung war wohl das Einbeziehen des Klosterplatzes als Tanzdiele“, sagt Stefanie Kast. „Auch das war ein Volltreffer.“ Er wurde vom Team der Zittauer Firma Lichtstark gestaltet. Und hier war wirklich immer was los. Auch an polnischen, vor allem aber tschechischen Gästen fehlte es nicht. Es spricht sich eben herum, wenn jenseits der Neiße was geboten wird, was man nicht versäumen sollte. Dazu trug nicht zuletzt die rechtzeitige Ankündigung auf der Internetseite der Stadt Hrádek nad Nisou (Grottau) bei.

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Und wie geht es weiter? „Das ist eine gute Frage“, meint Stefanie Kast. „Dass wir weitermachen, steht außer Frage. Allerdings erst 2021. In jedem Jahr ein solches Pensum ehrenamtlich zu bewältigen, übersteigt unsere Kräfte.“ Aber natürlich werde es dafür im nächsten Jahr eine kleinere Veranstaltung geben, wie 2018 den Sommernachtstraum. Man kann also gespannt sein.

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