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Dippoldiswalde

Das wollten die SZ-Leser wissen

Radwege, Ruinen und Räte. Die Gäste des Wahlforums in Dippoldiswalde stellten viele wichtige Fragen.

Weri wird als neuer OB ins Dippser Rathaus einziehen?
Weri wird als neuer OB ins Dippser Rathaus einziehen? © Egbert Kamprath

Die Industrieruinen der ehemaligen Hydraulik und der Hafermühle sind ein furchtbarer Anblick. Was machen sie hier?

Reiner Kunze aus Ulberndorf.
Reiner Kunze aus Ulberndorf. © Egbert Kamprath

Massi: Beide sind ja in Privatbesitz. Der letzte Besitzer der Hafermühle wollte daraus ein Wohnhaus machen, hat aber Probleme mit dem Denkmalschutz. Da kann die Stadt sicher unterstützen. Das Wichtigste ist, dass man hier miteinander reden muss.

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Körner: Natürlich muss man die Probleme angehen. Früher gab es ja auch Fördermittel für solche Probleme. Wenn ich Oberbürgermeisterin werde, will ich mich in die Vertragsverhandlungen einschalten. Schwierig wäre es auf jeden Fall, wenn die Stadt deshalb einschreiten müsste, weil von einem Haus Gefahren ausgehen.

Seit über 20 Jahren warten wir auf die vernünftige Anbindung eines Radweges von Paulsdorf nach Dippoldiswalde. Was wäre da wenigstens schrittweise möglich?

Scarlett Krauß aus Paulsdorf.
Scarlett Krauß aus Paulsdorf. © Egbert Kamprath

Körner: Das Thema ist für mich wichtig, ich habe es bereits bei meinen früheren Kandidaturen im Programm gehabt. Es ist eine Kreisstraße. Der Landkreis muss mit ins Boot.

Massi: Ich frage mich, ob man nicht schon mit kleinen Maßnahmen hier hätte etwas vorantreiben können. Aber es ist klar, dass der Weg gebaut werden muss.

Heiko Weigel, der stellvertretende Landrat, war anwesend und informierte: Der Schwerpunkt an der Malter lag bei der Sanierung der Brücken. Parallel planen wir aber den Radweg. Das wird eine Gemeinschaftsmaßnahme mit der Stadt Dippoldiswalde. Ich gehe davon aus, dass das Projekt in der neuen Legislaturperiode komplett umgesetzt werden wird.

Welche Ideen haben Sie, um Dippoldiswalde als Wohnort attraktiv zu machen?

Jens Stoppok aus Ulberndorf.
Jens Stoppok aus Ulberndorf. © Egbert Kamprath

Körner: In den meisten Ortsteilen haben wir zurzeit wenig Möglichkeiten, neue Häuser zu bauen. Das müssen wir angehen, damit dort Lückenbebauung möglich wird. Das Internet muss natürlich im ganzen Stadtgebiet funktionieren.

Massi: Wenn wir Arbeitsplätze schaffen, ziehen auch Leute her in die Stadt. Wichtig ist aber auch das gesellschaftliche Leben in der Stadt. Wir müssen das Vereinsleben fördern, nicht immer als Stadt die freiwilligen Aufgaben niederschmettern.

Wie wollen sie den Kontakt zu den Bürgern verbessern, den Dippoldiswalder Internetauftritt besser gestalten oder in den Sozialen Medien aktiver werden?

Mario Eilert aus Dippoldiswalde
Mario Eilert aus Dippoldiswalde © Egbert Kamprath

Körner: Ich will regelmäßige Einwohnerversammlung einführen, auch in den Ortsteilen. Der Auftritt der Stadt im Internet muss verbessert werden und die Sozialen Medien nutzen, ist eine klare Sache.

Massi: So viele Besucher wie bei diesem Wahlforum habe ich in Dipps noch nie erlebt. Warum nicht regelmäßige Bürgerversammlungen einführen? Soziale Medien gibt es auch schon lange. Ich denke an die Dreck-Weg-App, wie Dresden sie hat. So etwas könnten vielleicht Schüler programmieren.

In Dippoldiswalde ist das Verhältnis von Stadtrat und Verwaltung nicht in Ordnung. Wenn die aber nicht gemeinsam arbeiten, geht es nicht. Was wollen Sie unternehmen?

Gudrun Wutke aus Reichstädt
Gudrun Wutke aus Reichstädt © Egbert Kamprath

Körner: Ich habe in 25 Jahren viel Erfahrung gesammelt. Die Ämter, die ich geleitet habe, waren in der Größenordnung der Stadtverwaltung. Die zu leiten, traue ich mir zu. In der Zusammenarbeit mit den Stadträten haben wir mit der Wahl die historische Chance für einen Neuanfang. Ich habe das Gefühl, die Verwaltung hat die Dinge den Stadträten nicht immer deutlich genug gemacht. Die sind ehrenamtlich tätig, können sich nicht so intensiv damit befassen. Ihnen die Zusammenhänge gut zu erklären, traue ich mir zu.

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Massi: Wenn ich ins Dippoldiswalder Rathaus komme, werde ich freundlich empfangen. Ich habe zu den Mitarbeitern ein gutes Verhältnis. Wir haben viele erfahrene Verwaltungsfachleute dort sitzen. In der Zusammenarbeit mit dem Stadtrat sehe ich, dass nach der Wahl ein Neuanfang startet. Die Zusammensetzung des Stadtrats wird sich ja mit Sicherheit ändern.