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Dauerbaustelle Obere Bergstraße

Drei Straßensanierungen stehen dieses Jahr im Plan der Stadt. Fertig ist nur eines der Vorhaben.

© Norbert Millauer

Von Ines Scholze-Luft

Sie sind nicht zu beneiden, die Anlieger am westlichen Ende der Oberen Bergstraße. Sonst mag die Sackgasse unterhalb der Weinberge zwischen Kellereistraße und Waldpark ja eine sehr schöne Wohnadresse sein. Jetzt könnte das Straßenstück glatt als Motocross-Strecke durchgehen. Da hilft auch das erlaubte Fahrtempo von zehn Stundenkilometern wenig.

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Obere Bergstraße: Instabile Stützmauern sind ein Problem

Seit weit über einem Jahr leben die Bewohner mit einer Baustelle vor ihren Grundstücken. Eigentlich sollte der Stadt zufolge Anfang Oktober der Endspurt beginnen. Und damit eines der drei Projekte auf der Prioritätenliste der Stadtverwaltung abgeschlossen werden. Aber die 320 Meter lange Fahrbahn kommt ebenso wie die Gehwege erst im Frühjahr an die Reihe.

Der Grund: Die für die Baumaßnahme veranschlagten 182 000 Euro reichen nicht, sagt Straßenbauchefin Marlies Wernicke. So hat unter anderem der kritische Zustand der Stützmauern einen Strich durch die städtischen Berechnungen gemacht.

Neueste Planungen ergaben der Stadt zufolge rund 270 000 Euro. Die Mehrkosten gehen zulasten des weiteren Baus der Pestalozzistraße. Der wird zurückgestellt.

Die privaten Stützmauern entlang der gesamten Baustrecke zur östlichen Hangseite hin haben geringe oder unzureichende Fundamente, so die Stadt. So muss beim Freilegen für den Gehwegbau abschnittsweise und vorsichtig gebaut werden, um die Standsicherheit nicht weiter zu beeinträchtigen. Das Gleiche gilt für den Bau der privaten Abwasserhausanschlüsse. Dort ist eine zusätzliche Baugrubensicherung nötig. Die Abwasseranschlüsse sind bisher nur am Kanal selbst eingerichtet. Wie Marlies Wernicke sagt, müssen die in schlechtem baulichen Zustand befindlichen Hausanschlüsse beim Straßenbau mit erneuert werden. Die Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul GmbH übernimmt Kontrolle und Ausführung, zulasten des Grundstückseigentümers.

Genaue Ausschreibungstermine und die Vergabe der weiteren Arbeiten werden zurzeit abgestimmt. Damit im Frühjahr bei sogenanntem bauoffenem Wetter sofort begonnen werden kann.

Die Anwohner habe man im September ausführlich über das Prozedere und die Bauzeitverschiebung informiert.

August-Bebel-Straße: Start erst im kommenden Frühjahr

Während auf der Oberen Bergstraße zumindest etwas zu erkennen ist vom Bau, lässt sich auf der August-Bebel-Straße nichts davon entdecken. Obwohl die 170 Meter zwischen Goethe- und Schillerstraße eigentlich in diesem Jahr saniert werden sollten. Zwar ohne grundhaften Aus- und Umbau, wie bei allen drei in der Prioritätenliste für die Straßensanierung genannten Vorhaben. Aber mit Abwasser-Hausanschlüssen und Betonpflaster für den Gehweg auf beiden Seiten.

158 000 Euro waren dafür ursprünglich vorgesehen. Für 196 000 Euro baut nun die Firma Hentschke Bau aus Bautzen, im nächsten Frühjahr. Der Stadtentwicklungsausschuss hat das im Oktober beschlossen.

Die Verzögerung zum 2013er-Plan erklärt die Stadt mit den Terminen der Ausschreibung. Die hätten eine Ausführung für die Bebel-Straße noch in diesem Jahr nur mit Problemen zugelassen. Nämlich mit dem Risiko einer eventuell notwendigen Winterunterbrechung und so einer längeren Sperre für die Kreisstraße. Deshalb sei die Bauzeit bis zum Frühjahr 2014 ausgeschrieben worden.

Waldstraße: Fahrbahnstück ist jetzt noch vor dem Winter repariert

Trotzdem war die Firma Hentschke Bau gerade auf den Radebeuler Straßen anzutreffen. Auf der Waldstraße musste ein 30 Meter langes Fahrbahnstück repariert werden. Dies ist vorige Woche als Teilfläche innerhalb der Baumaßnahme August-Bebel-/Waldstraße asphaltiert und danach gleich wieder für den Verkehr freigegeben worden. Gekostet hat der Abschnitt der Straßenbauchefin zufolge etwa 10 000 Euro. Hier wurde gespart. Veranschlagt waren ursprünglich 22 500 Euro.