merken
PLUS

Pirna

Dauerbrenner und Familienmensch

Stefan Pfeiffer geht mit dem VfL Pirna-Copitz in seine 21. Saison. Der Kader ist überschaubar und neue Spieler sind willkommen.

Hier in zivil, bald wieder im Copitzer Dress: Stefan Pfeiffer.
Hier in zivil, bald wieder im Copitzer Dress: Stefan Pfeiffer. © Daniel Schäfer

Mitte September starten die Volleyball-Männer des VfL Pirna-Copitz in ihre 21. Saison in der Sachsenklasse. Insgesamt sind neun Mannschaften am Start, unter anderem auch Kreisrivale VSV Blau-Weiß Freital. Die Vorbereitung unter VfL-Spieler-Trainer René Renger ist längst angelaufen. Es wird geschmettert, gepritscht und gebaggert.

Einer, der von Anfang dabei ist, agiert als Mannschaftsleiter und steht auch als Spieler weiter zur Verfügung: Routinier Stefan Pfeiffer. Der 40 Jahre alte Arzt, verheiratet und Vater zweier Söhne (12, 9), sieht den amtierenden Vizemeister nicht als Titelfavorit, auch, weil der Kader zur Vorsaison weiter geschrumpft ist.

Zuverlässigkeit und Erfahrung
Zuverlässigkeit und Erfahrung

Kettensäge kaputt oder Profi-Gerät für´s Wochenende gesucht? Bei HOLDER kein Problem: Onlineshop, Werkstatt und Leihservice sorgen für funktionierendes und passendes Gerät.

Herr Pfeiffer, mehr als zwei Jahrzehnte stehen sie nun schon für die Copitzer am Netz. Wie hat das alles angefangen?

Begonnen habe ich 1996 beim VfL Pirna-Copitz in der Abteilung Volleyball. Gesichtet wurden wir damals durch aktive Spieler im Verein, die eine Jugendmannschaft aufbauen wollten. Ich habe in der Freizeit mit Freunden oft im Geibeltbad auf einem Schotterplatz Volleyball gespielt und dann wurden wir dort angesprochen. Die ersten Punktspiele habe ich in der zweiten Kreisklasse in der Fortschritthalle bestritten. Es folgten drei Jahre in der Bezirksliga und Bezirksklasse. 1999 bekam ich meine ersten Einsätze in der ein Jahr zuvor neuformierten Sachsenklasse-Mannschaft. Der VfL hatte damals das Spielrecht durch eine Zusammenlegung mit der Volleyball-Abteilung der HTW Dresden bekommen.

Haben Sie schon immer Volleyball betrieben?

Nein, bis 1996 habe ich Fußball und Tischtennis gespielt und mich eine Zeit lang auch beim Tennis ausprobiert.

Ihre Söhne spielen sicher auch Volleyball, oder?

Beide sind gute Volleyballer, spielen aber wettkampfmäßig beim TSV Graupa Fußball. Zu Hause spielen wir aber alles, was mit einem Ball zu tun hat oder sich werfen lässt. Zum Ausgleich gehen die Jungs bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft schwimmen.

Wie bekommt die Familie das am Wochenende alles unter einen Hut?

Koordinierung heißt die Zauberformel. Natürlich sind wir viel unterwegs, zumal meine Frau und ich den Jungs beim Fußball auch die Daumen drücken wollen. Die wiederum sind dann auch oft bei unseren Volleyball-Heimspieltagen vor Ort. Hinzu kommen Dienste, die bei meinem Arbeitgeber, der Hohwaldklinik, anstehen. Aber wir bekommen das alles bestens hin, zumal auch unsere Eltern eine große Hilfe sind.

Wie viele Partien bestreiten Sie mit Ihrem Team pro Saison?

Es gibt zwölf Spieltage, viermal sind wir der Gastgeber. An den Heim-Spieltagen müssen wir immer gegen zwei Gast-Mannschaften spielen, auswärts steht nur eine Partie an. Insgesamt kommen wir also auf 16 Saisonpartien. Hinzu kommt dann noch der Pokal-Wettbewerb, der Ende November beginnt. In der Vorsaison waren wir da recht erfolgreich und kamen bis in die Halbfinalrunde, die wir dann bei uns in Pirna ausrichten durften.

Wie viele VfL-Teams sind in der Saison 2019/20 im Wettkampfbetrieb?

Aktuell spielen drei Männer-Mannschaften, ein U20-Jugend-Team und eine Damen-Mannschaft um Punkte für den VfL Pirna. In der „Ersten“ haben wir einen Stammkader von neun Spielern, hinzu kommen dann bis zu drei Jugendspieler aus der zweiten Mannschaft. Die Grundaufstellung besteht in der Regel aus sechs Akteuren plus Libero.

Wo werden die Heimspiele ausgetragen?

Wir spielen in der Sporthalle am Schillergymnasium in Pirna. Dort findet auch zweimal wöchentlich unser Training stand. Montags von 19.30 bis 22 Uhr, mittwochs von 20 bis 22 Uhr. Interessierte Volleyballer sind immer herzlich eingeladen, zum Training vorbeizukommen. Lust auf Teamsport und ein paar Vorerfahrungen im Volleyball sind die einzigen Voraussetzungen. Neben der Einbindung unserer Nachwuchsspieler sind Neuzugänge immer wieder wichtig, um den Volleyball-Sport beim VfL Pirna-Copitz gemeinsam weiterzuentwickeln.

Der VfL wurde in der Vorsaison Vizemeister. Sehen Sie Ihre Mannschaft nun als Titelanwärter?

Nicht zwingend. In den vergangenen Jahren war die Sachsenklasse meist ausgeglichen. Bis auf wenige Teams, die mal einen souveränen Aufstieg geschafft haben, kann im Mittelfeld der Tabelle jeder jeden schlagen. Unser Kader fällt mit nur neun Spielern auch recht knapp aus, daher können wir Ausfälle nicht so gut kompensieren.

Wann geht es los?

Am 14. September beginnen wir ab 14 Uhr mit einem Heim-Spieltag gegen die Cottaer Fische aus Dresden und den Aufsteiger SV Laußnitz.

Das Gespräch führte Jürgen Schwarz.

Und unseren ebenfalls kostenlosen täglichen Newsletter abonnieren Sie unter www.sz-link.de/pirnaheute

Mehr zum Thema Pirna