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Daumendrücken an der Basis

Das tolle Abschneiden der deutschen Handballer beim Turnier in Polen weckt an der Basis auch Erwartungen.

© dpa

Constanze Knappe

Bischofswerda. Keine Frage, auch Bischofswerda ist im Handballfieber. Als sich das junge deutsche Nationalteam bei der EM in Polen am Mittwoch gegen den Favoriten Dänemark den Einzug ins Halbfinale sicherte, gab es für die Handballer des VfB 1999 Bischofswerda kein Halten mehr. Zwar jagten sie zur gleichen Zeit im Training selber dem Ball und den Toren hinterher und konnten das Spiel nicht direkt verfolgen, doch über Handy war man immer auf dem Laufenden, erzählt Vereinsvorsitzender Hans-Georg Burkhardt. Entsprechend groß war dann das Hallo über den zwar erhofften, aber dennoch unerwarteten Erfolg. „Er ist ein Beweis dafür, dass mit Kampfgeist und mannschaftlicher Geschlossenheit immer etwas auszurichten geht“, so Hans-Georg Burkhardt. Genau das wünscht er sich auch für die erste Frauenmannschaft seines Vereins, „die tüchtig verjüngt wurde“. Zwar könne man sich mit den Profis nicht vergleichen, das Grundprinzip aber sei das Gleiche, so der Vereinschef.

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Egal, wie das Halbfinale am Freitag ausgeht, die Begeisterung für diesen Sport ist auch in Bischofswerda gewachsen, hieß es im Verein. „Handball steht sonst nicht so im Rampenlicht. Der Erfolg der Nationalmannschaft bringt dem Sport mehr Aufmerksamkeit“, sagt Hans-Georg Burkhardt. Bei den Kindern und Jugendlichen, die sowieso im Verein spielen, schlagen die Emotionen hoch. Sie drücken ihren Vorbildern die Daumen. Die Stimmung ist riesig. Aber auch Eltern, deren Kinder noch nicht sportlich aktiv sind, werden vom Handballfieber der EM angesteckt. Mancher interessiert sich dann für die Nachwuchsarbeit der Vereine vor Ort. Davon könnte auch der VfB 1999 Bischofswerda profitieren. 254 Mitglieder hat der Verein derzeit, davon 160 Kinder und Jugendliche. Die erleben neben der Begeisterung am Sport auch den Spaß in der Gemeinschaft. Gern hätte man zum Halbfinale ein Public Viewing organisiert. „Dafür fehlen uns als kleinem Verein leider die technischen Möglichkeiten“, bedauert Hans-Georg Burkhardt. Er hofft, dass die VfB-Teams den Schwung der EM in die Spiele am Wochenende mitnehmen, sieben am Sonnabend und vier am Sonntag.