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De Randfichten fahren fürs Fernsehen mit der Feldbahn

Die Döllnitztalbahn wird 125 Jahre alt. Der MDR dreht eine Reportage.

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Von Bärbel Schumann

Aus Richtung Nebitzschen kommt der „Wilder Robert“ in den Glossener Bahnhof geschnauft. Die Schmalspurbahn existiert seit nunmehr 125 Jahren. Zuerst verkehrte sie auf der Strecke Mügeln- Oschatz. In diesem Jahr wurde das mit einem mehrtägigen Festival gefeiert. Das weckte das Interesse des Mitteldeutschen Rundfunks an der Bahn. Autor und Regisseur Jörg Mischke schrieb ein Drehbuch für einen abendfüllende Reportage, bei der nicht nur der „Wilde Robert“ im Mittelpunkt steht. Viel wird gezeigt, was es in der Region, sozusagen links und rechts der Gleise zu entdecken gibt.

Im Glossener Bahnhof wird der Dampfzug an diesem Sommertag schon von einem Aufnahmeteam des Mitteldeutschen Rundfunks erwartet. Der Zug transportiert neben einer Hand voll Ausflügler Prominenz. De Randfichten, die seit 1992 erfolgreich agierende Erzgebirgsband, steigt aus. Thomas „Rups“ Unger, Michael „Michl“ Rostig und Thomas „Lauti“ Lauterbach laufen gleich zur bereitstehenden Feldbahn auf dem Nachbarbahnsteig. Ruckzuck sind die drei Musiker eingestiegen und die Bahn setzt sich einige Meter in Bewegung. Nur zwei Drehsequenzen sind notwendig, und die Einstellung ist im Kasten. Die Szene bildet den Abschluss für die Drehstunden in Glossen an diesem Tag. „Wir sind seit 6 Uhr auf den Beinen“, verrät Daniel Dietrich, Produktionsleiter. Die Idee zu der Sendung hatte Jörg Mischke, ein Berliner Autor und Regisseur.

Zuvor hatte das Team im Areal des Steinbruchs, dem Feldbahnmuseum und auch im Lokschuppen gedreht. Vereinsvorsitzender Matthias Richter fuhr die Künstler persönlich durch das Gelände. Im Lokschuppen zeigte er stolz eine der seltenen Loks aus seiner Sammlung, an der sein Herz besonders hängt. Richter hatte sie im Internet in Norwegen entdeckt und musste allerhand anstellen, damit die Lok nach Sachsen kommt. Was genau, das werden alle Zuschauer im MDR am 30. Juli ab 20.15 Uhr erfahren. Dann nämlich strahlt der Sender seine 90-Minutenproduktion aus, bei der sich alles um die Schmalspurbahn Wilder Robert und die vielen Sehenswürdigkeiten, die Menschen und die Region geht, die mit der Schmalspurbahn auf ihrer einstigen und heutigen Strecke verbunden sind. Zu den mitwirkenden Künstlern gehören neben dem Erzgebirgstrio Gabi Albrecht, Olaf Berger, die Gruppe Wind und die Schäfer. Gespannt darf man auch sein, wie der Auftritt von Adoro in der Schlossanlage der Hubertusburg über den Sender kommt.

Sendetermin: MDR am 30. Juli 20.15 Uhr